Nordwestlich von Berlin, auf der Strecke zwischen Pritzwalk und Putlitz, war das Revier der Prignitzer Eisenbahn GmbH, die für den Erhalt der Relation sorgte. Doch auch in Richtung Meyenburg, südlich davon, nach Neustadt (Dosse) und zwischen Neustadt (Dosse) und Neuruppin waren die liebevoll aufgearbeiteten 798er-Ferkeltaxen derzeit zu finden, dort allerdings als Subunternehmer der DB AG.
Nachdem die Prignitzer Eisenbahn im November 2012 die Stammstrecken PE 73 von Neustadt/Dosse über Kyritz nach Pritzwalk und PE 74 von Pritzwalk nach Meyenburg an einen anderen Betreiber verloren hat, ist nun auch die letzte verbleibende Strecke in Brandenburg, die RB 12 von Berlin-Lichtenberg über Oranienburg nach Templin nicht an die PEG vergeben worden.
Rückblick: Am 11.04.1998 wechseln die Reisenden in Kyritz, wo Umsteigen in den jeweils anderen Zug angesagt ist, ihr Gefährt. An Bord des T1 'Putlitz' herrscht angesichts des Getränkeausschanks und des Süßigkeiten- und Postkartenverkaufs zweifellos die familiärere Atmosphäre ...
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Auch im Ruhrpott war die PEG anzutreffen, und zwar zwischen Oberhausen nach Duisburg-Ruhrort und nach Dorsten. Zum Einsatz kamen Talente.
Auf diesem Bild, aufgenommen am 29.11.2003 in Oberhausen, ist 643.07, der 2teilige Vorserien-Talent, für die Strecke nach Duisburg-Ruhrort eingeteilt.
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Einige PEG-Schienenbusse, so auch T11, konnten von der Dürener Kreisbahn übernommen werden und präsentierten sich zeitweise noch im DKB-Farbkleid. Am 10.06.2000 nimmt der Uerdinger in Pritzwalk Reisevolk auf. Übrigens betreibt die PEG Triebwagen jetzt mit Rapsöl - nur in der Startphase wird zum Aufwärmen mit Diesel gefahren.


Zur Zeit dieser Aufnahme vom 24.03.2013 war PEG-Triebwagen 504 002-6 als Leihgabe auf der Heidebahn von Lutherstadt Wittenberg bis Bad Schmiedeberg unterwegs, beschriftet mit Putlitz-Pritzwalker Eisenbahnförderverein und Busverkehr Vetter.
Witzig: Am Zuglaufschild kann man noch den Schriftzug "Grävenwiesbach" erkennen, denn die Triebwagen waren in den 90er-Jahren mal auf der Taunusbahn im (Leih-)Einsatz.


Zusätzlich verschaffte sich die PEG mit eigener Tochtergeselschaft ein Standbein im überregionalen Güterverkehr. Dazu setzt sie ausgemusterte Fahrzeuge der DB und anderer Bahngesellschaften ein, mit denen sie feste Kurse fährt. Der letzte Erwerb waren schwere, in der Sowjet-Union gebaute Dieselloks von der PKP. In Putlitz befinden sich mehrere Fahrzeuge zur Aufarbeitung.
Diese mit V200.3 beschriftete Maschine zeigt sich im Abendlicht des 07.06.2000 in Berlin-Adlershof vor PEG-eigenen Schüttgutwagen.
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Elektrolok E94 052 steht zwar in Diensten der PEG, ist aber nur vom Eisenbahnmuseum Dieringhausen gemietet. Die Maschine fährt schwere Güterzüge zwischen Deuna und Berlin. Das Foto stammt von Heinrich Priesterjahn, der es am 08.08.2002 machte.

Aus DDR-Produktion stammt die V60.1, die sich am 10.06.2000 in Pritzwalk präsentiert ...


... wie auch V22.1, die dahinter stand. Sie wurde nicht von der DB, sondern vom Nähmaschinenwerk Wittenberge übernommen.
Inzwischen hat die PEG von der DB die 403er ('Donald Duck') erworben und aus Italien vier MaK-Triebwagen sowie aus Griechenland 20 221er 'heimgeholt' - was sie damit anfangen will, werden wir wohl bald erfahren.

Dieser Bus der PEG dient dem Ausflugsverkehr und hat nichts mit der Abbestellung des SPNV zwischen Güstrow und Meyenburg durch das Land zum Fahrplanwechsel im September 1999 zu tun.


Auch bei den 'Prignitzern' darf ein Zweiwege-Unimog nicht fehlen.
Das als U1 bezeichnete Fahrzeug steht am 10.06.2000 in Pritzwalk zu Anlaß des Eisenbahnfestes als Exponat herum.