Anfangs schien die Kursbuchstrecke 514 durchs Muldental eine von den vielen Strecken zu sein,

die nach der Wende langsam aber sicher zum Stillegungskandidaten werden würde: Abgefahrener
Oberbau, veraltete Fahrzeuge und ein unwirtschaftlicher Betrieb ließen einen Weiterbetrieb so
kaum mehr zu. Durch den Willen des Kreises Freiberg zum Weiterbetrieb der Bahn konnte der
Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen die notwendige Entscheidung treffen, die Strecke noch
im Jahr 2000 auf Vordermann zu bringen und ein privates EVU mit dem Betrieb zu betrauen. Die
Strecke wurde von der
RP Eisenbahn GmbH
zunächst für 20 Jahre von DB Netz gepachtet und in nur drei Monaten für eine Höchstgeschwindigkeit
von 80 km/h ertüchtigt, so daß die 31 Kilometer lange Strecke mit zwölf Haltepunkten in rund 41
Minuten bewältigt wird. Zeitgleich wurde die
Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH
ins Leben gerufen, einer von
Rhenus Veniro
und lokalen Verkehrsunternehmen getragene Bahngesellschaft. Rhenus Veniro SE & Co. KG war
ursprünglich ein Tochterunternehmen der Rethmann-Gruppe, das öffentliche Nahverkehrsleistungen
betrieb. Seit Januar 2019 ist sie als Tochter der
Transdev GmbH Teil der französischen
Transdev-Gruppe, die auch die
Hunsrückbahn bedient.
Rudolf Hofstätter, der rasende Privatbahn-Reporter, bereiste am
01.03.2001 das landschaftlich reizvolle Tal der Freiberger Mulde und knipste in Holzhau den
FEG-Triebwagen VT3.01, eines der drei Regioshuttles namens
Luisa.
Hersteller
Modellbahn
Inzwischen erfolgte eine Verlängerung der Vertragslaufzeit von Juni 2024 bis Dezember 2036, denn

durch das abgestimmte Fahrplan- und Tarifkonzept mit anderen Verkehrsträgern blieb dem Projekt
der dauerhafte Erfolg nicht versagt. Ob die Züge einmal wieder, wie bis 1945, ins Böhmische
weiterverkehren werden, wird sich weisen.
Wiedersehen macht Freude, sagte sich
Rudolf Hofstätter, kehrte am
24.12.2025 erneut nach Holzhau zurück und begegnete
Luisa nun überarbeitet und im neuen
Farbkleid. Alle drei Fahrzeuge (650 055/056/057) haben schließlich ein Vierteljahrhundert auf
dem Buckel und werden/wurden im OWS Weiden auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
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