| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Pirna-Großcotta (stillgelegt) | Der Cottaer Tunnel | ||||
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Zum Anschluß der Steinbrüche wurde die Strecke durch einen 257 m langen Tunnel von Großcotta aus direkt in den Lohmgrund verlängert. Gleich hinter dem Tunnel entstand die "Sammelstelle Lohmgrund". Hier wurden die Wagen von den umliegenden Zweiggleisen zusammengeführt, bevor sie dann nach Großcotta gebracht wurden. Da das Streckenstück nach Großcotta stark anstieg, konnten mit einer Lok nicht mehr als 3 beladene Güterwagen aus dem Lohmgrund nach Großcotta gebracht werden. Zum Jahreswechsel 1895/96 wurde am Tunnelportal im Lohmgrund ein zweiflügliges Tor montiert um ein unbefugtes Eintreten zu verhindern. Nach dem Rückgang der Steinbrecherei in den 20er Jahren wurde vor 1943 die Steinverladung im Lohmgrund eingestellt. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurden wertvolle Gemälde aus den Dresdner Sammlungen im und am Tunnel von den Nationalsozialisten eingelagert. Darunter auch die berühmte "Sixtinische Madonna". Der Zustand der Bilder verschlechterte sich hier durch die schlechten klimatischen Bedingungen rapide. Eine Sprengung des Tunnels mit seinem wertvollen Inhalt konnte glücklicherweise verhindert werden. Nach Ende des Krieges fand man das geheime Versteck, und die Kunstwerke konnten zur Restauration geborgen werden und sind heute wieder in Dresden zu bewundern. 1945 nahm eine Firma die Verladung im Lohmgrund wieder auf. In den 50er Jahren waren hier noch 3 Steinbrüche und 2 Sägen in Betrieb. Das Ende des Sandsteintransport aus dem Lohmgrund kam 1963. Beide Eingänge sind heute zugemauert aber noch vollständig erhalten. Der Ausgang im Lohmgrund ist durch sehr starken Pflanzenbewuchs nur noch schlecht erreichbar.
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| von Sascha Fritzsche |