| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
|
||||||||||||
| Pirna-Großcotta (stillgelegt) | Die Strecke und ihre Entwicklung | ||||
|
|
|||||
|
Als man die Strecke Pirna-Berggießhübel plante, war ein regelspuriges Anschlußgleis von Rottwerndorf bis an den Fuß eines der nächsten Steinbrüche vorgesehen. Die Steinbruchbesitzer im Lohmgrunde sollten diesen Anschluß mit einer Schmalspurbahn fortsetzen, worüber sie sich aber nicht einigen konnten. Die Steinbruchindustrie nahm ungeachtet dessen einen bedeutenden Aufschwung, wobei die ungünstigen Straßenverhältnisse den Transport erschwerten. Angeregt wurde nun der Bau einer regelspurigen Sekundärbahn Pirna-Zehista-Dohma-Großcotta, die in der Nähe des oberen Endes vom Lohmgrunde endete. Die Landesregierung ermittelte, daß sich diese Strecke ohne technische Schwierigkeiten realisieren ließ und regen Verkehr an sich ziehen könnte. Im April 1893 wurde mit dem Bau begonnen, am 21. März 1894 der Betrieb eröffnet. Bestandteil der Strecke ist kurz vor der Ladestelle Lohmgrund der Cottaer Tunnel. Der Reiseverkehr ist am 16. Mai 1935 eingestellt, zwischen 1945 und 1958 wieder aufgenommen worden. Der Güterverkehr zwischen Pirna und Zehista sowie Lohmgrund endete 1963.
|
| |||
| von Sascha Fritzsche |