Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz
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Pirna-Bad Gottleuba (stillgelegt)   Zwiesel    

 

       

Geschichte
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Eröffnet wurde dieser Haltepunkt erst am 1.Mai 1911. Die Stadt Berggießhübel bemühte sich kurz nach Eröffnung der Strecke um eine Personenhaltestelle im Ortsteil Zwiesel, was mit dem Hinweis auf des zu geringen Beförderungsaufkommens von der Staatsbahn zunächst abgelehnt wurde. Erst ein Antrag 1910 hatte Erfolg. Die Stadt Berggießhübel kam für die Baukosten auf. Zu Beginn hielt nicht jeder Zug hier, erst auf Bitten der Anwohner kam ein ständiger planmäßiger Halt zustande.

Ab 1914 verlängerte man den Bahnsteig mehrmals und versah ihn 1919 mit einer Gasbeleuchtung. Bei starkem Reiseverkehr an Sonn- und Feiertagen wurde kurioserweise von einem Spät-Nachmittags-Zug ein Beamter mit Tisch am Haltepunkt ausgesetzt, der im Freien für die vielen Reisenden die Fahrkarten verkaufte.

Wegen zu wenig Ein- und Ausstiegen, stellte die RBD Dresden ohne Vorankündigung den Haltepunkt zum 1.1.1923 ein. Erst nach heftigen Protesten der Gemeinde eröffnete man ihn wieder 1925. Die Stadt mußte jedoch im Gegenzug mehrere Erweiterungen an der Station vornehmen. Ein Bedarfshalt bestand jedoch weiter, so daß ab 1934 auch alle Nachtzüge durchfuhren. Ab 1941 wurde der Halt als "Berggießhübel-Zwiesel" geführt. Bis zum Ende des Personenverkehrs 1970 war er in Betrieb. Bis zuletzt fand der Fahrkartenverkauf in der Gaststätte "Zwieselmühle" statt.

 

Zwieselmuehle Schild

Zwieselmuehle
Zwieselmühle am ehemaligen Haltepunkt

Haltepunkt Zwiesel heute
Oben: Wegübergang unmittelbar am früheren Haltepunkt. Unten: Der frühere Bahnsteig 1997

         
    von Sascha Fritzsche