Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz
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Pirna-Bad Gottleuba (stillgelegt)   Berggießhübel    

 

       

Geschichte
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Ende 1879 war die Planung der Anlage durch Oberingenieur Bergmann abgeschlossen. Der (damals noch) Endbahnhof Berggießhübel bestand aus einem steinernen eingeschossigen Empfangsgebäude, das parallel zur Straße nach Pirna lag. Mehrere Erweiterungsbauten und Gleise folgten in den nächsten Jahren. Auch das Stationsgebäude wurde aufgestockt. Sämtliche Bauarbeiten waren 1887 abgeschlossen.

Die nächsten Umbaumaßnahmen standen an mit der Verlängerung der Strecke nach Bad Gottleuba. Die Fahrzeuge wurden jetzt dort stationiert. Teile der Berggießhübler Anlage wurden daraufhin wieder entfernt. Rationalisierungsmaßnahmen unter der DRG führten weiter zum Abbau des Personals im Bahnhof. 1933 nahm man den Agenturbetrieb auf.

Der äußerliche Zustand der Bahnhofsanlage verschlechterte sich mit der Zeit. Unkraut wucherte und die Gebäude verwahrlosten. Auch die Hochwasserkatastrophe 1927 trug seinen Teil dazu bei. Nachdem der Ort zum ersten Kneippkurort Sachsens wurde bemühte sich die Gemeindeverwaltung um die Wiederherrichtung der Anlage und die Einstellung eines Beamten.

Ab 1.Mai 1935 war die Station wieder besetzt. Für eine Instandsetzung fehlte jedoch das Geld. In den 50er Jahren gab es noch regen Güterverkehr. Kohle kam an für die Betriebe und das Kurbad, Maschinenteile und Schrott wurden verschickt. Die Transporte wurden zunehmend auf die Straße verlagert, so daß 1968 alle Nebengleise abgerissen wurden. Lediglich die Weichen blieben im Hauptgleis. Nach Einstellung des Personenverkehrs hatte der besetzte Haltepunkt keine Bedeutung mehr.

Heute sind alle Gleise auf dem Bahngelände entfernt. Das schmucke Bahnhofsgebäude steht jedoch noch mit dem Orts-Schriftzug.

 

Alter Bahnhof Berggiesshuebel

Alter Bahnhof Berggiesshuebel

Alter Bahnhof Berggiesshuebel
Das ehemalige Bahnhofsgebäude

 

         
    von Sascha Fritzsche