| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Bad Schandau-Lichtenhainer Wasserfall (Straßenbahn) | Die Streckenführung mit den Haltestellen | |||||
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Die Straßenbahnstrecke verläuft entlang der Kirnitzsch, einem Fluß, welcher dem Tal und der Bahn seinen Namen gab. Der Fluß entspringt auf tschechischem Gebiet und mündet nach 40 km in Bad Schandau in die Elbe. Auf einer Länge von 8 km begleitet die Bahn die Kirnitzsch. 1898 begann die Strecke im Zentrum von Bad Schandau am Hotel Lindenhof (heute an der B 172). Die Endhaltestelle dort mußte man 1963 aufgeben. Sie lag auf einer Kreuzung mit der Fernverkehrsstraße nach Tschechien, so daß es durch Behinderungen zu Verkehrsproblemen kam. Am Stadtmühlenplatz, 300 m taleinwärts, baute man eine neue Umsetzanlage. Die Strecke verläuft von dort weiter vorbei an der Rehabilitationsklinik, dem früheren Kneipp- Kurbad (1936 eröffnet), wo es von 1898 bis 1902 eine Ausweichstelle - die Kurhausweiche - gab. Am Ende des Schandauer Stadtgebietes liegt als nächste die Haltestelle Ostrauer Brücke. 2 km dahinter befindet sich das im Wald liegende Depot der Bahn. Im Jahr 1900 nahm man die Ausweichstelle vor dem Depot in Betrieb. Weiter geht es zur Haltestelle Waldhäus'l, wo bis 1900 eine Ausweichstelle bestand (seit dem am Depot). Bis zur Station Ostrauer Mühle schlängelt sich die Strecke durch das enge Felsental. Ein großer Zeltplatz erstreckt sich dort entlang der Kirnitzschwiesen. Das enge Felsental weitet sich ab hier auf einer Länge von 2 km, wo sich auch die Haltestelle Mittelndorfer Mühle befindet. Sie wurde erst 1972 eingerichtet. Nach einem weiteren großen Bogen erreicht die Bahn die Haltestelle Forsthaus. Bis in die 20er Jahre gab es hier eine Ausweichstelle. Die nächste Ausweichstelle besteht seit 1904 und wird "Schneiderweiche" genannt. Nasser Grund ist die Bezeichnung der nächsten Haltestelle. Bis 1972 lag sie in einer unübersichtlichen Kurve und wurde dann 300 m talaufwärts verlegt. Bis 1937 lag 300 m weiter die Ausweichstelle Kroatenschlucht. Nach 2 langen geraden Streckenabschnitten erreicht man die Haltestelle Beuthenfall. Kurz danach fährt die Bahn eine enge Kurve durch die engste Felsenschlucht der Strecke am "Fischkopf". 1 km Fahrstrecke noch und die Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall ist erreicht. Hier befindet sich eine Umsetzanlage mit Abstellgleis. Zur Eröffnung hieß die Endstation "Großer Wasserfall" oder nur "Wasserfall". Der Lichtenhainer Wasserfall ist eine künstliche Aufstauung des Lichtenhainer Dorfbaches, der seit 1830 nach Bedarf gezogen werden kann.
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| von Sascha Fritzsche |