| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Bad Schandau-Lichtenhainer Wasserfall (Straßenbahn) | Die Rettung der Bahn in letzter Minute und endlich eine grundlegende Rekonstruktion | |||||
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Der VEB Kraftverkehr Pirna sah sich zunächst außerstande, die sehr aufwendigen Reparaturen selbst durchzuführen. Er plädierte daher für die Stillegung und den Ersatz durch Busse. Als diese Absicht an die Öffentlichkeit gelangte, regte sich starker Widerspruch. Hauptargumente für den Erhalt waren die Umweltfreundlichkeit, die Anziehungskraft als Touristenattraktion und die Effekitivität in der Beförderung. In letzter Minute wurde die Außerbetriebnahme noch verhindert. Da die benötigten Baukapazitäten und finanziellen Mittel fehlten, kam es beim Rat des Bezirkes in Dresden zu einer Beratung. Wichtige Entscheidungen zum Weiterbestehen der Strecke wurden hier getroffen. Der Kraftverkehr Pirna sollte umfangreiche Unterstützung von den Dresdner Verkehrsbetrieben bei den notwendigen Gleisrekonstruktionen bekommen. Im Frühjahr 1986 begannen die ersten Bauarbeiten. Erstmalig wurden Querschwellen mit Plattenabdeckung eingebaut. Unterstützung bei den Arbeiten kam von Angehörigen der Zivilverteidigung und Schweißern aus Karl-Marx-Stadt. Den Fahrleitungsdraht überarbeitete der Fahrleitungsbau Halle und die Löcher für die Mastfundamente gruben Freunde der AG Deutscher Modelleisenbahnverband Dresden. Bereits am 16. August 1986 konnte der Straßenbahnbetrieb auf einem Teilabschnitt wieder aufgenommen werden. In der selben Zeit wurden die Triebwagen für den Beiwagenbetrieb umgerüstet. Das 90jährige Bestehen der Straßenbahn im Jahre 1988 wurde nur sehr bescheiden begangen. Noch wurde am letzten Abschnitt in Bad Schandau eifrig gearbeitet. Am 12. August 1989 war auch dieser fertiggestellt. Gearbeitet wurde immer noch am Endpunkt im Stadtpark. Die Stützmauer der Kirnitzsch am Kurhaus mußte erneuert werden. Die Fahrleitungsanlagen mit den Masten wurden neu gebaut, die Gleise von der Straßenmitte an die Seite verlegt. Am 3. August 1990 erfolgte die Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs bis zur Endhaltestelle im Stadtpark von Bad Schandau. Dieser Tag kann als Wiedergeburt der Kirnitzschtalbahn nach 5 Jahren harter Bemühungen aller beteiligter Mitarbeiter und Firmen um ihren Erhalt gewertet werden. |
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| von Sascha Fritzsche |