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| Müglitztalbahn
fährt jetzt mit neuen Triebwagen |
23.09.2000 |
Für die traditionsreiche Müglitztalbahn zwischen Heidenau
und Altenberg bricht am Sonntag ein neues Zeitalter an. Dann sind
erstmals die neuen Triebwagen vom Typ VT 642 im Einsatz. Am Montag
wird nach Auskunft des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) zudem der
Stundentakt eingeführt. Der neue Regiosprinter legt die 38
Kilometer lange Strecke durch das Müglitztal ins Osterzgebirge
in 55 Minuten zurück und kostet 3,6 Millionen Mark. Der Freistaat
übernimmt für die Anschaffung von insgesamt 46 dieser
Triebwagen in Sachsen 147 Millionen Mark, das sind 90 Prozent der
Kosten. Insgesamt fünf der Triebwagen, die in Krefeld gebaut
werden, sind ab Sonntag auf der Müglitztalbahn im Einsatz,
sagte VVO-Geschäftsführer Knut Ringat gestern in Dresden.
Ursprünglich sollten sie bereits zum Fahrplanwechsel Ende Mai
fahren, doch Lieferschwierigkeiten seitens der Industrie sorgten
dafür, dass bisher noch die alten Züge mit Diesellok und
nach altem Fahrplan fahren. Der neue Regiosprinter hat eine Länge
von knapp 42 Metern und wiegt lediglich 64 Tonnen. Das führt
nach Auskunft der Deutschen Bahn AG zu erheblich niedrigeren Betriebskosten
und Personaleinsparungen. Der Triebwagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit
von 120 Kilometern pro Stunde. Auf der kurvenreichen und gebirgigen
Strecke durchs Müglitztal sind es immerhin siebzig "Sachen".
Der Zug hat 123 Sitzplätze, davon zwölf in der ersten
Klasse. Die Einstiegshöhe der Eingänge liegt nur knapp
über dem Niveau der Bahnsteige. Durch Niederflurbereiche kann
der Triebwagen auch von Behinderten genutzt werden. Die Triebwagen
fahren werktags zwischen 4.33 und 20.33 Uhr tagsüber fast durchgängig
im Stundentakt von Heidenau bzw. Altenberg ab. An Sonnabenden, Sonn-
und Feiertagen ist durchgängiger Zwei-Stunden-Takt. Hinzu kommen
am Wochenende in den Wintermonaten zwischen 25. November und 11.
März drei zusätzliche Wintersportzüge zwischen Dresden-Hauptbahnhof
und Altenberg. Der Fahrplan der Müglitztalbahn richtet sich
zudem nach dem S-Bahn-Verkehr zwischen Dresden und Pirna. Die Busanschlüsse
in Glashütte sowie die Fahrzeiten der Regionalbuslinien 360
und 368 von Altenberg nach Zinnwald und Teplitz (Teplice) wurden
ebenfalls angepasst. Der VVO rechnet Ringat zufolge in den kommenden
Monaten auf dieser Bahnstrecke mit einem Fahrgastzuwachs von mindestens
25 bis 30 Prozent. Genutzt werde die Müglitztalbahn von vielen
Schülern, Pendlern, Ausflüglern und Touristen. Mit der
Müglitztalbahn - so Ringat - seien jetzt alle Nebenbahnstrecken
des VVO auf Stundentakt umgestellt. |
(Quelle:
Dresdner Neueste
Nachrichten)
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| Müglitztalbahn
fährt im Stundentakt - nur noch 55 Minuten Fahrzeit |
23.09.2000 |
Auf der Müglitztalbahn Heidenau-Altenberg startet am Montag
ein neuer Fahrplan mit Stundentakt im Bahnverkehr. Der Einsatz von
drei modernen Leichttriebwagen der Baureihe VT 642 ermöglicht
für die kurvenreiche Strecke zwischen dem Elbtal und dem Osterzgebirgskamm
auch kürzere Fahrzeiten als bisher. Die Reisezeit liegt durch
den neuen Regiosprinter unter einer Stunde. Zwischen Juni und September
1999 wurden elf Kilometer Gleis erneuert und eine neue Signal- und
Sicherungstechnik installiert. Dadurch konnte die Streckengeschwindigkeit
von 50 auf 70 km/h erhöht werden. Vor der Sanierung der Strecke
brauchte der Zug 72 Minuten von Heidenau bis Altenberg. Danach waren
es zwischen 65 und 68 Minuten. Mit dem RegioSprinter sollen es nur
noch 55 Minuten sein. "Es macht keinen Unterschied mehr, ob die
Müglitztalbahn bergauf oder bergab fährt. Die Zeit bleibt
gleich", erklärt der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes
Oberelbe, Knut Ringat. Die Sanierung der kurvigen Gebirgsstrecke
kostete rund 37 Millionen Mark. Eine vom Verkehrsverbund abgegebene
Bestellgarantie von 20 Jahren war Ende 1997 eine wichtige Voraussetzung,
um den Streckenausbau zu ermöglichen. Insgesamt hat die Deutsche
Bahn AG 150 Leichttriebwagen beim Hersteller Siemens in Krefeld
bestellt. In Sachsen kommen davon 46 zum Einsatz. In den komfortablen
Fahrgasträumen eines Sprinters finden 123 Reisende einen Sitzplatz.
Ein Fahrzeug kostet etwa 3,6 Millionen Mark. Der Freistaat beteiligt
sich mit 147 Millionen Mark an der Finanzierung. Zwischen Oktober
und Dezember 1999 zählte die Bahn durchschnittlich 1 336 Fahrgäste
täglich. "Durch den Stundentakt erhoffen wir uns mindestens
30 Prozent mehr Passagiere. Vor allem Schüler und Berufspendler
werden die Müglitztalbahn verstärkt nutzen", sagt Ringat.
Ab dem 25. November verkehren am Wochenende bei günstigen Wintersportverhältnissen
zwei zusätzliche Züge zwischen dem Elbtal und dem Osterzgebirgskamm.
Durch zusätzliche Wagen finden in ihnen jeweils 240 Fahrgäste
einen Sitzplatz. Am Montag beginnt auf der Müglitztalbahn ein
dreiwöchiger Probebetrieb. Am 15. Oktober wird das Komplettangebot
"Im Stundentakt mit neuem Fahrzeug" mit einem Streckenfest feierlich
eröffnet. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Neues
Video zur Müglitztalbahn zeigt Sonderfahrten und historische
Aufnahmen |
17.08.2000 |
Jetzt kann man wieder die Müglitztalbahn in der Wohnstube fahren
lassen. Der Förderverein hat in Zusammenarbeit mit der Filmproduktion
Krautwurst aus Schmiedeberg das Video "Müglitztalbahn Special"
veröffentlicht. Der 42-minütige Film soll eine Ergänzung
zu dem Video "Die Müglitztalbahn von Heidenau nach Altenberg/Erzgeb."
sein. Er zeigt Ausschnitte von Sonderfahrten auf der Strecke und
bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus den 50er Jahren. Der
Film bietet einen Einblick in mehr als 60 Jahre Bahngeschichte im
Müglitztal. Mit einem kurzen Rückblick auf 1968 steigt
der Zuschauer in die Welt der Eisenbahn im Müglitztal ein.
Damals begann die V-100 Lokbaureihe ihren Dienst, die noch bis Herbst
diesen Jahres auf der Strecke fahren wird. Der Zuschauer ist dann
hautnah dabei, wenn es durch das grüne Tal mit einem Dampflok-Sonderzug
nach Altenberg geht. Diese Aufnahmen entstanden im Mai 1999 zur
60-Jahr-Feier der Normalspurstrecke. Nach mehreren Hochwassern baute
die Bahn in den 30er Jahren ein neues Gleisbett an den Talhängen.
Dabei wurden auch die Schmalspurschienen ersetzt. Freunden von historischen
Zügen schlägt das Herz bei den Aufnahmen vom Februar diesen
Jahres höher. Zwei Dampfloks zogen einen Sonderzug von Chemnitz
durch das verschneite Erzgebirge zur Bob-Weltmeisterschaft nach
Altenberg. Ein Höhepunkt sind Aufnahmen aus den 50er Jahren,
die einen Eindruck vermitteln, wie Personen- und Güterzüge
durch das enge Tal schnauften, zum Beispiel 1952 als Bärenstein
sein 750-jähriges Bestehen feierte. Auch die Arbeit des Fördervereins
beleuchtet der Film. So zeigt er einen Leichtbauwagen von 1936/37,
der in der Tschechischen Republik aufgestöbert und vom Verein
nach Deutschland überführt wurde (SZ berichtete). Von
den "Altenberger Wagen" wurden 92 Stück für diese Strecke
gebaut. Die Deutsche Bahn verschrottete vor acht Jahren ihre letzten
Exemplare. Dieser Wagen wird gegenwärtig in Görlitz restauriert
und soll später im Begegnungszentrum in Bärenstein ausgestellt
werden, das Förderverein und Stadt betreiben. "Für alle,
die an den Sonderfahrten teilgenommen haben, soll das Video eine
Erinnerung sein", sagt Jörg Köhler, Vorsitzender des Fördervereins.
"Wir wollen auch Fremden einen Eindruck von der Schönheit unserer
Gegend vermitteln und sie ins Müglitztal locken." Lange und
unkommentierte Ausschnitte von Dampflok-Sonderfahrten im Müglitztal
prägen diesen Film. Für Freunde der Eisenbahn und speziell
von Dampfloks ist er sicher ein Leckerbissen. Wer auf Informationen
zur Strecke oder zu den Zügen hofft, den lässt das Video
etwas im Stich. Am Ende liefert es einen interessanten Einblick
in die Arbeit des Fördervereins. Das Video ist bei Cornelia
Uhlmann, Altenberger Str. 8 in 01768 Glashütte (Fax: 03 50
53 / 4 73 13) und bei der Reiseagentur Uhlmann in Heidenau zum Preis
von 35,90 DM erhältlich. Ein Teil vom Erlös unterstützt
die Arbeit des Fördervereins. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Stadt
Bärenstein im Müglitztal will ihren Bahnhof zum Anziehungspunkt
machen |
03.08.2000 |
In den ehemaligen Bahnhof Bärenstein kehrt neues Leben ein.
Derzeit baut die Stadt zusammen mit dem Förderverein für
die Müglitztalbahn das Gebäude zum Vereins- und Begegnungszentrum
um. Vor allem auch Touristen, die mit der Bahn oder dem Auto ankommen,
sollen damit gelockt werden, einen kleinen Abstecher zu machen.
Denn jetzt fährt jeder, der das Müglitztal hoch in Richtung
Geising oder Altenberg unterwegs ist, regelrecht um den Berg herum,
auf dem die Stadt Bärenstein liegt. Man muss schon genau hinsehen,
um wenigstens das Schloss durch die Bäume zu erspähen.
Schlechte Voraussetzungen für eine Stadt, die gerne ein wenig
mehr touristisches Leben bei sich hätte. Künftig soll
der Bahnhof als Aushängeschild der Stadt dienen. Die Stadt
Bärenstein hat das Bahnhofsgebäude von der Deutschen Bahn
für 80 000 Mark gekauft. Nun bringen ihre Mitarbeiter in Zusammenarbeit
mit dem Förderverein das Gebäude auf Vordermann. Rund
300 000 Mark kostet die Sanierung voraussichtlich. 240 000 Mark
kommen aus einem Topf der Europäischen Union, 60 000 Mark Eigenleistungen
müssen die Bärensteiner auf die Beine stellen. "Das wird
aber nicht ausreichen, wir werden mehr Arbeit reinstecken", sagt
Bürgermeister Hartmut Kohl. Peter Hebler ist im Rahmen einer
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eingestellt, um die Arbeiten zu
koordinieren und das Konzept für die Begegnungsstätte
auszuarbeiten. Momentan schützt eine Plastikplane die Holzverkleidung
im früheren Empfangsgebäude. Es ist noch so erhalten wie
Anfang der 90er Jahre, als hier die letzten Fahrkarten verkauft
wurden. Nur die Toiletten werden neu eingebaut und die Decke muss
aufgefrischt werden. Fahrkarten können Touristen hier dann
trotzdem nicht erwerben, aber Informationen über die Stadt
Bärenstein und ihre Umgebung soll es geben. "Das bietet sich
doch an", sagt Jörg Köhler, der Vorsitzende des Fördervereins.
"Für Autofahrer haben wir hier ausreichend Parkplätze
und die Bahn hält sowieso. Dann erfahren die Gäste, was
sie in der Umgebung machen können. Eine schöne Route wäre
beispielsweise, über Bärenstein und den Geisingberg nach
Altenberg zu wandern. Und mit dem Zug geht es wieder zurück."
Und wenn das Wetter einmal nicht so mitspielt, soll der ehemalige
Bahnhof selbst zum Anziehungspunkt werden. Die Mitglieder des Fördervereins
wollen den ehemaligen Eisenbahner-Dienstraum wieder mit Leben erfüllen.
In der Mitte decken Bretter den Schacht ab, der in den darunter
liegenden Keller führt. Hier stand früher die so genannte
Hebelbank. Bärenstein hatte ein kleines Stellwerk, mit dem
beispielsweise die Güterzüge ins ehemalige Sägewerk
geleitet wurden oder in Bärenhecke aufs Ladegleis für
die Mühle und Bäckerei. Das wurde schon lange abgebaut,
aber der Verein hat sich die Technik aus einem anderen Bahnhof gesichert
und will sie wieder aufstellen. Andere Einrichtungen sind noch erhalten.
So steht der Fernmeldeschrank noch, ein schmaler, hoher, grauer
Blechkasten. In einem Schieber liegen sogar die Morsetafeln dazu.
In den 30er oder 40er Jahren kamen Meldungen in der Regel noch als
Morsestreifen. Im früheren Güterschuppen lagert Baumaterial,
hier soll in Zukunft Raum für wechselnde Ausstellungen sein.
Und auf dem Freigelände stehen jetzt schon eine alte Lok und
zwei Wagen. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Bahn über
einen Kauf der Nebengleise. Für den Verkehr auf der Müglitztalbahn
werden sie seit der Sanierung nicht mehr benötigt. Im Spätherbst
soll der erste Raum für Besucher zugänglich werden, sagt
Bürgermeister Hartmut Kohl. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Aus
Sorge um die Müglitztalbahn - Verein schaut der Bahn auf die
Finger |
02.08.2000 |
Jetzt fährt schon der neue Triebwagen im Testbetrieb auf der
Müglitztalbahn, die Gleise wurden erneuert und wenn die Bahn
genug neue Fahrzeuge hat, dann ist auch der Stundentakt vorgesehen.
Viele haben daran mitgearbeitet. Auch die Mitglieder des Fördervereins
für die Müglitztalbahn schreiben sich diese Erfolge auf
ihre Fahnen. "1997 kam die Diskussion über die Bahnstrecke
auf, ob sie nicht stillgelegt werden sollte. Da dachte ich mir,
das kann man doch nicht einfach dem Selbstlauf überlassen und
stillschweigend hinnehmen. Als erste Aktion starteten wir eine Unterschriftensammlung",
erinnert sich Jörg Köhler an die Anfänge des Fördervereins.
800 Menschen unterzeichneten seinerzeit für den Erhalt der
Bahnlinie. Der Förderverein wurde offiziell im Januar 1998
gegründet. Eine seiner ersten Aktionen war eine große
Informationsveranstaltung im Glashütter Kulturhaus zur Zukunft
der Müglitztalbahn. Der Verein begleitet die Aktivitäten
der Deutschen Bahn seither. Dabei haben die Aktivitäten zwei
Zielrichtungen. Der Verein will die Bahnstrecke weiter entwickeln
und Perspektiven aufzeigen, wie Jörg Köhler berichtet.
Aber der Verein will auch die Tradition bewahren. Bei Sonderfahrten
mit dampfbespannten Zügen genossen dies schon viele Fahr- und
Zaungäste. Aber auch in dem geplanten Begegnungs- und Vereinszentrum
im ehemaligen Bahnhof Bärenstein soll erstens den Touristen
ein Eindruck vom Bahnbetrieb im Müglitztal zu früheren
Zeiten vermittelt werden. Zweitens will der Verein hier die Geschichte
der Stecke dokumentieren von den ersten Planungen für die Schmalspurbahn
im 19. Jahrhundert über den Neubau der Normalspurstrecke in
den 30er Jahren bis in die heutige Zeit hinein. Bei den 20 Mitgliedern
sind unterschiedliche Gruppen vertreten, Eisenbahner, Fans oder
Leute, die sich aus Heimatverbundenheit dafür engagieren. Die
meisten leben auch im Müglitztal. Ein Fördermitglied kommt
sogar aus Mainz und der Vorsitzende selbst tanzt auch ein wenig
aus der Reihe. Der gebürtige Glashütter lernte bei Zinnerz
in Altenberg Elektriker und machte an der Ingenieurschule Glashütte
eine Ausbildung als Techniker. 1993 ging er zur Bundeswehr. Der
Oberleutnant studiert Betriebswirtschaft an der Universität
der Bundeswehr in Hamburg. Derzeit steckt er gerade im Examen. Bisher
hatte er beruflich nichts mit der Bahn zu tun. Das wird sich aber
voraussichtlich im kommenden Frühjahr ändern. Dann wird
Köhler eine Stelle als Verkehrsoffizier in Leipzig antreten.
Seine Aufgabe wird der Kontakt zur Bahn sein in allen Fragen, die
beispielsweise Truppentransporte in Sachsen anbelangen. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Neue
Züge lange erwartet - Triebwagen im Ausbildungsbetrieb auf
der Müglitztalbahn |
06.07.2000 |
Die neuen Triebwagen fahren seit gestern auf den Schienen der Müglitztalbahn.
Sie rollen zurzeit im Ausbildungsbetrieb, die Lokführer üben,
mit der neuen Technik umzugehen. SZ hörte sich gestern im ersten
Zug um, der nach Altenberg fuhr. "Die neuen Wagen fahren schnell
und ruhig. Das ist sehr angenehm", sagt Alina Hermus aus Lauenstein,
die regelmäßig mit dem Zug ins Gymnasium Altenberg fährt.
"Aber ich finde es nicht so schön, dass es keine kleinen Abteile
mehr gibt, wie in den alten Zügen. So höre ich zum Beispiel
den Lärm der Kinder durch den ganzen Wagen und das finde ich
nervig." "Besonders schön sind die bequemen Sitze, die Höhe
im Innenraum, die hohe Geschwindigkeit und der Stauraum auf den
Ablageflächen. Ich habe schon lange auf diese Züge gewartet
und bin heute extra deswegen mitgefahren", erzählt Friedmund
Vogel, ein begeisterter Wanderer aus Schlottwitz. Mehrere Schülergruppen,
die Wandertag hatten, waren mit den Triebwagen unterwegs. Ute Däumichen,
Lehrerin am Pestalozzi-Gymnasium in Heidenau, bemängelte: "Bei
drei Schulklassen wird es sehr eng in dem Wagen." Der helle Innenraum
der Triebwagen ist mit Blautönen, Holzverkleidungen und Metallgestellen
gestaltet. Viele Fahrgäste waren darüber begeistert, so
auch Monika Kaiser aus Pirna: "Ich finde die Züge klasse. Sie
sind sehr komfortabel und innen wie außen schön." In
Altenberg wartete schon ein gutes Dutzend Eisenbahnfans mit Fotoapparaten
und Videokameras auf die neuen Wagen. Sven Jäpel sagte: "Ich
hoffe, dass es jetzt mit den neuen Zügen nicht mehr so viele
Pannen gibt und dass sie planmäßig fahren." 123 Sitzplätze
gibt es, davon zwölf in der ersten Klasse. Neben dem höheren
Komfort bietet der Zug den Fahrgästen vor allem bessere Information.
Alle Ziele werden angesagt und zusätzlich an einer Leuchttafel
angezeigt. Nach wie vor ist nicht bekannt, wann die Bahn den gesamten
Schienenverkehr im Müglitztal auf die neuen Fahrzeuge umstellt.
Der ursprünglich vorgesehene Zeitpunkt Ende Juli ist nicht
mehr zu halten, wie die Bahn mitteilte. Die Industrie kommt mit
den Lieferungen nicht termingerecht nach. Diese und nächste
Woche läuft noch die Ausbildung auf der Strecke für zehn
Lokführer, im August machen sie eine Prüfung. Wenn sie
dann alle die Lizenz haben, mit dem VT 642 fahren zu dürfen,
könnte es eigentlich losgehen, wenn denn die Fahrzeuge auch
kommen. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Triebwagen
im Probebetrieb auf der Müglitztalbahn |
04.07.2000 |
Ab Mittwoch werden sieben Tage lang Triebwagen im Probebetrieb auf
der Müglitztalbahn fahren, wie SZ erfuhr. Sie übernehmen
die Vormittagsverbindung, die um 8.32 Uhr in Altenberg ankommt und
10.31 Uhr wieder talwärts fährt. Nachmittags kommt der
Triebwagen um 13.04 Uhr in Altenberg an und fährt wieder um
13.23 Uhr. Ziel ist, die neuen Fahrzeuge im normalen Betrieb zu
testen und das Personal auszubilden, ehe Triebwagen für den
gesamten Bahnverkehr im Müglitztal eingesetzt werden. Der Test
soll ab 19. Juli wiederholt werden. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Dampflok-Sonderfahrten
und Foto-Güterzug auf der Müglitztalbahn zum Jubiläum |
07.06.2000 |
Mit einem Bahnhofsfest, Dampflok-Sonderfahrten und einem Foto-Güterzug
feiert der Förderverein für die Müglitztalbahn zu
Pfingsten das 110-jährige Bestehen der Verbindung Heidenau-Altenberg.
Am 17. November 1890 fuhr auf Schmalspurgleisen der erste Zug zwischen
Mügeln (Heidenau) und Geising. Die Verlängerung der Müglitztalbahn
bis Altenberg wurde allerdings erst am 10. November 1923 eingeweiht.
Die heute 38 Kilometer lange Normalspurlinie, die einen Höhenunterschied
von 634 Metern überwindet, gilt als eine der schönsten
Bahnstrecken Sachsens. Besonders romantisch ist die Fahrt durch
das Tal der Müglitz mit einer historischen Dampflok, wie sie
Eisenbahnfreunde am 11. Juni wieder einmal erleben können.
Gemütlich schnauft das Ungetüm, das in Bärenstein
Wasser nimmt, durch fünf Tunnel und über 92 Brücken
oder Durchlässe. Vorbei an Weesenstein, durch die Uhrenstadt
Glashütte und die typische Osterzgebirgsstadt Geising. Geradezu
atemberaubende Aussichten auf die Landschaft bieten die letzten
Kilometer um den Geisingberg herum bis zur Endstation Altenberg.
Natürlich wurde die Müglitztalbahn zunächst nicht
für den Ausflugsverkehr gebaut. Es waren vielmehr wirtschaftliche
Gründe. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte im Müglitztal
ein industrieller Aufschwung ein. Schon 1865 trafen sich Industrielle
und Kaufleute in Glashütte, um den Bau einer Eisenbahn zu erörtern.
Aber es sollte noch 25 Jahre dauern, bis der erste Güterzug
durch das Tal ratterte. Durch den rasant wachsenden Ausflugsverkehr
genügte die Schmalspurbahn den Anforderungen bald nicht mehr.
Sie war auch viel zu langsam: Der Omnibus fuhr in 84 Minuten von
Dresden nach Altenberg, die Bahn brauchte dafür 147 Minuten.
Erst 1939, nach dem Umbau auf Normalspur, war der Zug mit 77 Minuten
Fahrzeit wieder schneller als der Bus, Wintersportzüge schafften
es ohne Zwischenstopp sogar in weniger als einer Stunde. Letztere
waren auch zu DDR-Zeiten beliebt. Der Fortbestand der Müglitztalbahn
schien gesichert. Bis zur Wende. Am 1. Januar 1995 stellte die Deutsche
Bahn den Güterverkehr auf der Strecke ein. Außer Lauenstein
wurden außerdem alle Bahnhöfe für den Personenverkehr
geschlossen. Angesichts des maroden Schienennetzes und sinkender
Fahrgastzahlen war die Stilllegung so gut wie beschlossen. Dass
es die Müglitztalbahn noch gibt, ist engagierten Eisenbahnfreunden
zu danken, die 1997 über 8 000 Unterschriften für den
Erhalt sammelten. Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe gab
schließlich eine 20-jährige Bestandsgarantie. Bis Oktober
1999 wurde die Strecke für rund 40 Millionen Mark komplett
saniert. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Historischer
Waggon der Müglitztalbahn jetzt in Görlitz |
23.05.2000 |
Ja, welcher ist es denn? Die sehen ja alle gleich aus. Der Eisenbahnliebhaber
lächelt. Er hat ihn natürlich längst entdeckt: Den
C4i-35a. Es ist der letzte von einst 96 Personenwagen des Typs Altenberg-Heidenau,
die zwischen 1935 bis 1937 für die Müglitztalbahn gebaut
wurden. In Zlonice, tief in der böhmischen Provinz, fristete
er fensterlos bis Donnerstag sein Dasein. Nein, ein Schmuckstück
ist er wirklich nicht mehr, auch wenn der Heidenauer Reinhard Barthel,
Vizechef des Fördervereins Müglitztalbahn, den Zustand
"als nicht so tragisch" bezeichnet. Rostbraun ist seine dominierende
Farbe, wie überall auf dem Bahnhof am Rande der Stadt auf halbem
Wege zwischen Teplice und Prag. Hier befindet sich das Altersheim
für ausrangierte Eisenbahnwaggons der Tschechischen Republik.
Zumeist sind es die letzten ihrer Art, die aneinandergereiht dahinsiechen.
Manche sind mit "Muzeum" beschriftet, was sie aber nicht vor dem
Verfall bewahrt. Das ehrenamtliche Eisenbahnmuseum Zlonice betreut
die Veteranen. Dem Verein mangelt es jedoch an Geld, eine Restaurierung
ist derzeit undenkbar. Langsam aber stetig verwandelt sich deshalb
der museale Fuhrpark auf Schienen in einen Schrotthaufen. Was wiederum
zum Bahnhofsgebäude passt, das einen ruinösen Eindruck
macht, obwohl es noch von einer Vielzahl von Bahnbeamten besetzt
ist. Die Art ihrer Tätigkeit bleibt im Halbdunkel ihres Kabuffs
verborgen. Nur höchstens fünfmal am Tag hält in Zlonice
ein Zug. Selbst die Schienen, zwischen denen der Mohn blüht,
sind schon angerostet. In Zlonice tropft die Zeit, sie fließt
nicht. Alle Menschen bewegen sich langsamer als gewohnt. Der Hausmeister
mäht das Gras in einem Tempo, dass man meint, er sei das Standbild
des Zlonicer Sensenmannes. So eingestimmt, wundert es kaum, dass
der für 11 bestellte Kran erst nach 12 Uhr eintrifft. Gemächlich
schreiten Karel Zedek und Vladimir Soukop das Terrain ab, suchen
die beste Position für ihre Maschine. Zumindest tun sie so.
Die Deutschen fühlen sich an längst vergangene Zeiten
erinnert. Andreas Vogel, dem Fachmann für Spezialtransporte
der Menzl GmbH, kribbelt es in den Fingern. Aber er bleibt ruhig
und sachlich, will, dass die beiden Tschechen endlich zur Tat schreiten.
Sie verstehen nicht. Mit Händen und Fußen zeigt er die
gewünschte Bewegungsrichtung des Auslegers, malt "18 t" mit
den Fingern in den Kies. Aha, 18 Tonnen wiegt der Waggon ohne Drehgestelle.
Sie nicken. Es dauert noch über eine Stunde, bis der Waggon
endlich an Ketten und Schlaufen baumelnd über dem Tieflader
des Berliner Unternehmens Poppe und Wittrock schwebt. Gerade rechtzeitig
trifft die dreiköpfige Zollkommission wieder ein. Geschlagene
drei Stunden haben sie in Kladno um eine Unterschrift gerungen:
Jörg Köhler, Vorsitzender des Fördervereins Müglitztalbahn,
Tomá- Cech, Vorsitzender des Museumsvereins und Dolmetscherin Viera
Richter von der Euroregion Elbe/Labe in Pirna. Eine andere Unterschrift
unter die Ausfuhrgenehmigung, die des Nationalmuseums in Prag, überreichte
Cech bereits am Vormittag in einem beinahe feierlichen Moment vor
laufender Fernsehkamera an Köhler. Wegen dieses fehlenden Autogramms
war vor vier Wochen der Transport gescheitert. Spediteur Vogel musste
von heute auf morgen sieben beteiligten Firmen absagen, darunter
zwei tschechischen, und einen neuen Termin koordinieren. Nachdem
Köhler mit den Zollbeamten auf tschechischer Seite am Grenzübergang
Neugersdorf noch einmal "ein paar nette Worte" reden musste, traf
der Konvoi gegen 22 Uhr in Görlitz ein. Seit gestern Vormittag
steht der Wagen in der Werkstatt, am Montag beginnt die Sanierung
- einer der Zlonicer Waggons wird also überleben. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Alter
Waggon für Bärenstein kommt später - Fehlende Unterschrift
der tschechischen Behörden |
28.04.2000 |
Die geplante Überführung des wahrscheinlich letzten noch
existierenden historischen Personenwagens der Müglitztalbahn
von Tschechien nach Deutschland ist vorerst gescheitert. Jörg
Köhler, Vorsitzender des Fördervereins Müglitztalbahn,
hat am Mittwoch Nachmittag den Transport kurzfristig absagen müssen.
Grund dafür ist eine fehlende Unterschrift unter die Genehmigung
des Prager Nationalmuseums. Ohne dieses Papier würde der 65
Jahre alte Waggon an der Grenze nicht vom Zoll abgefertigt. Der
nicht mehr fahrtaugliche 3. Klasse-Wagen sollte mit einem Tieflader
über den Grenzübergang Neugersdorf nach Görlitz gebracht
werden. In einer Spezialwerkstatt soll er hier anhand inzwischen
aufgefundener alter Bauzeichnungen bis nächstes Jahr originalgetreu
restauriert werden, um dann das Schmuckstück der geplanten
Ausstellung auf dem Bahnhof Bärenstein zu werden. Auf einem
Abstellgleis der tschechischen Staatsbahn hat der Wagen der Baureihe
Altenberg die Zeit überdauert,wenn auch nicht unbeschadet.
Köhler will nun in zwei Wochen einen erneuten Versuch starten,
den 1998 von Vereinsmitgliedern aufgespürten Zeitzeugen der
Eisenbahngeschichte nach Deutschland zu ho1en. Eigentümer ist
der Verein bereits. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Ausstellung
mit Schienenfahrzeugen in Bärenstein an der Müglitztalbahn |
08.04.2000 |
Eine 18 Tonnen schwere Lok schwebt über dem Boden. Langsam,
ganz langsam senkt sich das Schmuckstück. Das alte blaue Gefährt
mit den farbbeschmierten Wänden diente vor 30, 40 Jahren als
Rangierlok im Müglitztal. Jetzt erhält sie ihr neues Domizil
- im Vereins- und Begegnungszentrum Bärenstein. Die neue Ausstellung
über die Müglitztalbahn befindet sich gerade im Aufbau.
Der erste Zug fuhr immerhin schon 1890 von Mügeln, heute Stadtteil
von Heidenau, nach Geising-Altenberg. Jörg Köhler aus
Glashütte, Eisenbahnfan und Vorsitzender des Fördervereins
für die Müglitztalbahn, hatte die Idee für das Museum.
Er rettete damit die Lok aus Dresden-Friedrichstadt vor der Verschrottung.
Stolz schaut er auf das Exemplar aus alten Zeiten: "Leider weiß
ich nicht genau, wann sie gebaut wurde. Die entsprechenden Papiere
fehlen. Aber in den 50er, 60er Jahren wurde sie gern eingesetzt,
wie in der Peschelmühle in Burkhardtswalde-Maxen." Die Kosten
für das Projekt teilen sich der Förderverein und die Stadt
Bärenstein. Von beiden Geldgebern schauen sich Vertreter aufmerksam
das Szenario an. Hans Rau aus Röhrsdorf, Mitglied im Förderverein,
freut sich über die Lok: "Die Müglitztalbahn ist ein Stück
Nostalgie, das für die Nachwelt erhalten bleiben muss." "Mit
der Ausstellung soll der Tourismus in Bärenstein wieder belebt
werden. Die meisten fahren nur durch unseren Ort durch, ohne anzuhalten",
sagt Peter Hebler von der Stadtverwaltung Bärenstein. Auch
Bärensteins stellvertretender Bürgermeister, Helmut Richter,
schaut sich vor Ort um, wirft auch einen Blick auf das Bahnhofsgebäude.
"Das steht seit 1994 leer. Über Fördermittel bringt die
Stadt das Haus in seinen ursprünglichen Zustand von 1938 zurück.
In den Räumen wird die Geschichte der Bahn dokumentiert", erzählt
Richter. Gleich ist es geschafft. Andreas Vogel von der Chemnitzer
Transportfirma dirigiert die Lok in die richtige Position. Behutsam
setzen die Kranführer das historische Stück auf den Boden.
Gespannt blicken die Leute auf die Lok, schießen Fotos, filmen
das Ereignis. Wieder wird die Lok vorsichtig in die Luft gehoben.
Träge hängt sie an Stahlketten über den Schienen.
Im Schneckentempo lassen die Kranführer die Ketten tiefer und
tiefer sinken. Andreas Vogel und ein paar Helfer schieben und ziehen
das Gefährt millimetergenau über die Schienen. Die Lok
sinkt immer weiter. Ein Quietschen ist zu hören. Das erste
Ausstellungsstück steht auf seinem Platz. Die Zuschauer klatschen
spontan. Die Mitarbeiter der Transportfirmen machen sich mit dem
Tieflader und einem Kran auf den Weg zum Bahnhof Dohna-Köttewitz.
Dort stehen schon seit 30 Jahren zwei alte Waggons ungenutzt herum.
Sie stammen aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Alt sehen die
Waggons wahrhaftig aus: Die Bretter der Wände sind modrig,
der Unterbau ist verrostet, die Dachpappe völlig abgenutzt.
Der Spezial-Unimog - ein Fahrzeug, das auf der Straße und
auf Schienen fährt - schiebt einen Waggon auf Metallschienen.
Über diese soll der auf den Laderaum gelangen. Aber da scheint
jemand die acht Tonnen Gewicht unterschätzt zu haben. Unter
dem schweren Waggon biegen sich die Schienen wie Gummi. Etwas ratlos
stehen die Männer vor der Misére. Aber sie haben ja einen Telekran
mit nach Dohna gebracht. Um den Waggon herum bringen die Transportarbeiter
zwei breite Seile an. 16 Tonnen kann jedes einzelne Seil halten,
ohne zu reißen. Der Kran hebt den Waggon in die Luft. Wieder
gibt Andreas Vogel die Richtung an. Ziehen und Schieben, Unterleghölzer
platzieren - wenige Minuten später steht der Waggon auf dem
Tieflader, wird mit Eisenketten gesichert. Kurze Zeit später
wollen die Männer aufbrechen. Aber der Tieflader streikt. Der
Reparaturdienst muss her. Die Arbeiter stehen wartend auf dem Bahnhofsgelände.
Matthias Oehmichen, der Fahrer des Tiefladers, entpuppt sich als
echter Eisenbahnfan: "Ich habe eine ganze Vitrine voller Züge,
besuche viele Ausstellungen. Mein Vater war Eisenbahner. Ich habe
dort zwei Jahre als Kraftfahrer gearbeitet. Jede Aktion für
die Bahn finde ich prima. Nur leider scheitert vieles am Geld."
"Ich habe immer gehofft, dass die Waggons noch einmal verwendet
werden. An solchen alten Stücken hängt man ganz einfach",
sagt Klaus Noack mit funkelnden Augen. Der Mitarbeiter der Chemiefabrik,
die den Bahnhof Köttewitz nutzt, übergibt die Waggons
gern nach Bärenstein. Nach reichlich zwei Stunden ist der Tieflader
wieder fit. Zügig folgt er dem Transporter mit den orangefarbenen
Signalleuchten über die Landstraße. An die Bahnbrücke
zwischen Glashütte und Bärenhecke fährt Matthias
Oehmichen langsam heran. 3,90 Meter ist sein Auto hoch - die Brücke
auch. Nur über der Straßenmitte ragt sie etwas höher.
Knapp passt der Tieflader hindurch. Wenig später steht der
Waggon ebenfalls in Bärenstein auf den Schienen. Am Abend ist
das Trio komplett. Zur Eröffnung des Museums werden die drei
Zeitzeugen wieder im alten Glanz erstrahlen. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Ab
1.August 2000 mit dem Regiosprinter II (VT 642) durchs Müglitztal |
05.04.2000 |
Ab 1. August startet auf der Müglitztalbahn ein Pilotprojekt.
Erstmals in Sachsen kommen die hochmodernen Regiosprinter II zum
Einsatz. Das teilt der sächsische Nahverkehrschef der Bahn,
Klaus-Dieter Martini, mit. Der Leichttriebwagen bietet den Fahrgästen
einen hohen Komfort. Er ist voll klimatisiert, hat behindertengerechte
Toiletten und niedrige Einstiege, die mit neugebauten Bahnsteigen
auf einer Ebene liegen. Der Vorgänger, der Regiosprinter I,
rollte seit 1996 auf der Vogtlandbahn zwischen Zwickau, Plauen und
Bad Brambach. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Vermessung
der Müglitztalbahn setzt Schlußpunkt unter Gleisbau |
22.02.2000 |
Nach Abschluß der Gleisbauarbeiten an der Müglitztalbahn
erfolgt gegenwärtig zwischen Glashütte und Geising eine
Schlußvermessung durch Mitarbeiter der Vermessung Dresden.
Das heißt, das Gleis wird damit in seiner jetzigen Lage festgehalten
und eine permanente Vermarkung geschaffen. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Altenberger
Bahnhof wird saniert / Moderne Übergangsstelle für Bus
und Bahn soll entstehen |
29.11.99 |
Noch vor wenigen Jahren wäre das als guter Witz durchgegangen:
Die Deutsche Bahn mietet im Bahnhof ein Zimmer. In Altenberg ist
das schon bald Realität. Seit 10. November ist die Bergstadt
Eigentümer des Gebäudes und des dazugehörigen 1 000
Quadratmeter großen Grundstückes am Endpunkt der Müglitztalbahn.
Und wenn das "Unternehmen Zukunft" wie bisher sein Personal hier
übernachten lassen will, muss es also an den neuen Besitzer
Miete zahlen. Aber das dürfte die Bahn AG kaum stören
- die paar Mark fallen kaum ins Gewicht. Dafür ist sie einen
Kostenfresser los, mit dem sie nichts mehr anfangen konnte (und
wollte). Die Stadt will: Sie hat 80 000 Mark für die Immobilie
bezahlt, wobei der Bahnhof selbst mit Null bewertet war. "Gern haben
wir ihn nicht gekauft", gibt Bürgermeister Thomas Kirsten zu.
Nur so aber sei der Verfall aufzuhalten. Kirsten gibt sich jedoch
mit der Sanierung allein nicht zufrieden. Er will den öffentlichen
Personennahverkehr attraktiver machen: "Wir können uns nicht
immer nur über die Blechlawinen auf den Straßen beschweren,
wir müssen auch etwas dagegen tun", sagt er. Gemeinsam mit
dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) soll im und am Bahnhof in den
nächsten zwei Jahren eine Übergangsstelle Bus/Bahn/Auto
entstehen, die mehr Kraftfahrer zum Umsteigen bewegen könnte.
Ein Busbahnhof soll gebaut werden, Parkflächen für Pkw
und überdachte Stellplätze für Fahrräder. Außerdem
ist dann die Touristen-Information hier. Kirsten hat mit dem VVO
für die Umsetzung der Pläne einen wichtigen Partner: "Altenberg
gehört zu den ersten der 25 Übergangsstellen, die wir
in den nächsten fünf Jahren bauen wollen", sagt Sprecher
Axel Bergmann. Der Verbund übernimmt die Planung und beteiligt
sich an der Finanzierung. Bergmann beziffert die zu erwartenden
Kosten auf etwa zwei Millionen Mark, wobei ein Teil über Fördermittel
des Landes beglichen werden könnten. In der Summe ist die Sanierung
des Gebäudes nicht enthalten - das ist allein Sache der Stadt.
Und die legt ein geradezu atemberaubendes Tempo vor: Kaum war der
Vertrag mit der Bahn unter Dach und Fach, begannen auch schon die
Arbeiten. Spätestens zur Bob-WM Anfang Februar 2000 soll der
Bahnhof wieder nutzbar sein. Rund 350 000 Mark werden bis dahin
unter anderem in neue sanitäre Anlagen, eine Heizung für
die Warmhalle, neue Fenster und die malermäßige Instandsetzung
investiert. "So schnell hatte ich noch nie eine Fördermittelzusage",
freut sich Kirsten - 220 000 Mark reichte das Regierungspräsidium
aus. Und das Wirtschaftsministerium legte 40 000 Mark drauf. Weitere
Zuschüsse hat die Technische Dienste Altenberg GmbH für
die Heizung beantragt. Auch die ABS Osterzgebirge zog mit, beantragte
eine AB-Maßnahme Bahnhof: Sechs Leute räumen seit 15.
November den Schutt aus dem Haus. "Eine tolle Tat", lobt Kirsten
das Zusammenspiel und Engagement aller Beteiligten. Und nicht nur
die Gäste der Stadt werden ihm beipflichten. Auch die vielen
Schüler und Berufspendler, die sich hier sonst bei Wind und
Wetter die Beine in den Bauch standen, werden sich über eine
warme Wartehalle und ansprechende öffentliche Toiletten freuen. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Kritik
an Ausbau Müglitztalbahn wegen geringerer Durchlassfähigkeit
der Strecke |
13.10.99 |
Auf der Müglitztalbahn wird zwar viel gebaut. Unterm Strich
kommt jedoch nur Mist heraus", meint Frank Hauschild. Der Fahrdienstleiter
auf dem Schandauer Bahnhof war jahrelang zwischen Heidenau und Altenberg
unterwegs. Zwar wurde die Strecke bisher für 37 Millionen Mark
saniert. Er denkt jedoch, dass die Art des Ausbaus modernen Anforderungen
nicht entspricht. Auf der 38 Kilometer langen Strecke können
entgegenkommende Züge nur auf dem Bahnhof Glashütte ausweichen.
"Dadurch ist die Durchlassfähigkeit geringer als früher",
schätzt der 38-jährige Eisenbahner ein. Früher war
alle sieben Kilometer eine Ausweichstelle. "Es gibt gute Gründe
dafür, dass 1938 die Strecke von der Schmalspur zur Normalspurbahn
umgebaut wurde." Das ermöglichte eine schnellere Verbindung
und bequemeres Reisen zwischen Dresden und Altenberg. Nach dem Umbau
1938 konnten zwölf Züge auf der Strecke gleichzeitig unterwegs
sein. Heute ist es nur noch möglich, dass fünf Züge
in eine Richtung fahren. "So wird von vornherein ausgeschlossen,
dass Güterverkehr auf der Strecke rollt", ärgert sich
Hauschild. "Im Endeffekt nimmt der Straßenverkehr immer stärker
zu, und die Alternative auf der Schiene fehlt." Sachsens Bahnsprecherin
Kerstin Eckstein kann die Kritik überhaupt nicht verstehen.
"Man braucht die alten Gleisanlagen wirklich nicht mehr", sagt sie
auf SZ-Anfrage. Die Ausweichstelle sei so konzipiert, dass im Winter
auch Sonderzüge eingesetzt werden können. Außerdem
soll ab dem Fahrplanwechsel im Mai 2000 der schnelle Regiosprinter
II im Stundentakt eingesetzt werden. "Ein tolles Angebot auch für
die Oma, die im Edeka in Niederschlottwitz einkaufen will", nennt
sie ein Beispiel. Dass die Strecke nicht für den Güterverkehr
konzipiert ist, bestätigt sie. "Die Straße ist viel billiger",
sagt sie. Deshalb gebe es keinen Bedarf für Transporte auf
der Schiene. Hauschild hält es jedoch für sinnvoll, wenn
Baumaterial für die geplante Talsperre bei Lauenstein auf diesem
umweltfreundlichen Verkehrsweg herangebracht würde. Der Bauträger
habe sich für die Straße entschieden, hält die Bahn
dagegen. Auch Senior Günter Hauschild schüttelt darüber
den Kopf. Der frühere Reichsbahnrat war 45 Jahre u. a. als
Lokführer und Fahrdienstleiter aktiv. "Die Verantwortung wird
immer wieder auf andere abgewälzt. Da die Planung Quatsch ist,
kann das Ganze überhaupt nicht funktionieren", ist er überzeugt. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Neue
Gleise, aber alte Züge im Müglitztal - Triebwagen und
Stundentakt erst im Jahr 2000 |
08.10.99 |
Die Schüler, die mit dem Zug auf der Müglitztalbahnstrecke
nach Altenberg ans Gymnasium fahren, haben Glück. Früher
ruckelten und zuckelten die Wagen, dass man kaum ruhig eine Zeitung
halten konnte. Fünf Monate lang mussten sie nun mit dem Bus
fahren, weil auf der Bahn Bauarbeiten liefen. Jetzt, nachdem die
ganze Schienenstrecke erneuert wurde, ist es ein so ruhiges Fahren,
dass man sogar seine Hausaufgaben im Zug machen kann. Das zeigte
sich gestern, als ein Sonderzug mit rund 100 Gästen auf der
erneuerten Strecke von Heidenau nach Altenberg rollte. Von heute
an rollen die Züge wieder fahrplanmäßig. Komplett
ist die neue Müglitztalbahn aber noch nicht. Der Fahrplan mit
durchgängigem Stundentakt und die Triebwagen kommen erst im
nächsten Jahr. Ein Problem, das jetzt noch besteht, wird im
kommenden Mai mit dem Fahrplanwechsel gelöst, verspricht Karlheinz
Köhler, Fahrplanverantwortlicher beim Verkehrsverbund Oberelbe.
Bisher steht ein Frühzug in Glashütte fast eine Dreiviertelstunde
herum, ehe er weiter nach Altenberg fährt. Er wartet auf Schüler
und kann erst weiter, wenn der Gegenzug durch ist und die Schüler
in Richtung Altenberg von den Bussen kommen (SZ berichtete). Wenn
im Mai der Stundentakt eingeführt wird, soll diese Warterei
aufhören. "Noch vergangenes Jahr stand auf des Messers Schneide,
ob die Strecke nicht stillgelegt wird. Jetzt mit der 20-jährigen
Bestandsgarantie durch den Verkehrsverbund ist sie gesichert. Das
bringt vor allem für den Tourismus hier in der Region Altenberg
Gewinn", erklärte Bernd Greif, Landrat des Weißeritzkreises
gestern, als er aus dem Sonderzug stieg, der zur Wiedereröffnung
der Bahnstrecke fuhr. Jörg Köhler, der Vorsitzende des
Fördervereins für die Müglitztalbahn, ist erleichtert:
"Unser Hauptziel haben wir mit dem Erhalt der Bahnstrecke erreicht,
aber ein großes Stück Arbeit liegt noch vor uns. Wir
als Verein müssen in Zusammenarbeit mit anderen die Strecke
attraktiv machen." Tagesausflüge, Themenfahrten und anderes
schweben ihm vor, um die Bahnstrecke zu vermarkten. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Wegen
Bauarbeiten dreieinhalb Monate Schienenersatzverkehr im Müglitztal |
17.05.99 |
Vom 17. Mai bis 7. Oktober 1999 werden nochmals umfangreiche Bauarbeiten
an der Strecke durchgeführt. In dieser Zeit kommt deshalb Schienenersatzverkehr
zum Einsatz. Ankunfts- und Abfahrtszeiten sind auf die S-Bahn-Anschlüsse
in Heidenau ausgerichtet.
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| Regio-Sprinter
auf der Müglitztalbahn |
13.01.99 |
Nach dem Testbetrieb
mit dem Triebwagen auf der Müglitztalstrecke von Heidenau nach
Altenberg ist die Bahn noch mit der Auswertung beschäftigt.
Mit der regulären Einführung dieser Zugart ist aber zu
rechnen, wobei eine neue Generation des "Regiosprinters" eventuell
schon dieses Jahr zum Einsatz kommen wird. Die Vorteile liegen in
den erheblich niedrigeren Kosten gegenüber den derzeitigen
Wagen. Die wesentlich wirtschaftlicheren Triebwagen benötigen
keinen eigenen Schaffner, der Fahrer übernimmt den Fahrkartenverkauf.
Außerdem werden die Gleise geschont, da das Zuggewicht niedriger
ist.
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| Triebwagen
fährt hinauf bis Altenberg |
10.12.98 |
Mit dem Triebwagen kommen die Fahrgäste und Wintersportler
am Bahnhof Altenberg an. Eine Woche lang wird das 1994 gebaute,
eigentlich in Leipzig stationierte Fahrzeug auf der Müglitztalstrecke
getestet. Trotz Steigung und Schnee erreichte der Wagen am Montag
bei seiner ersten Fahrt mit Passagieren sein Ziel ohne Probleme.
Der Test dient der Vorbereitung für den Einsatz des neuentwickelten
Regio-Sprinters, der voraussichtlich ab 2000 zwischen Heidenau und
Altenberg verkehren soll. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| Triebwagen
auf der Müglitztalbahn im Test |
05.12.98 |
Zwischen Heidenau und Altenberg wird in der Woche vom 7. bis 11.
Dezember 1998 ein Triebwagen der Baureihe 628 getestet. Man will
dessen Fahrverhalten auf der kurvenreichen und teilweise steil ansteigenden
Strecke herausfinden. Das Fahrzeug verkehrt als fahrplanmäßige
Verbindung und ersetzt dabei die normalen lokbespannten Züge.
Montag früh 9.56 Uhr verkehrt der erste Triebwagen von Dresden-Hauptbahnhof
nach Altenberg. Er bietet statt der üblichen 240 Sitzplätze
jedoch nur 146. Deswegen setzt man ihn nur in verkehrsschwachen
Tageszeiten ein. Derzeit wird auf der Strecke noch gebaut. Im kommenden
Jahr nach Abschluß der Arbeiten sollen die jetzigen Züge
insgesamt durch Triebwagen, sogenannte "RegioSprinter", abgelöst
werden. Der Verkehrsverbund Oberelbe und die Bahn AG sind sich darüber
einig. Bevor es jedoch so weit ist, muß die gesamte Strecke
in Ordnung sein, so daß die Züge mit 60 km/h fahren können.
Die Bahn teilte dazu mit, daß die Strecke im nächsten
Jahr deshalb noch einmal gesperrt werden muß. Die DB AG hat
angekündigt, auf der Müglitztalbahn (als erster Strecke)
gegen Ende des Fahrplanjahres 1999/2000 die neuen Triebwagen der
BR 642 (Regiosprinter II) einzusetzen. Der Verkehrsverbund Oberelbe
will auf der Müglitztalbahn nach Abschluß der Sanierung
den Ein-Stunden-Takt einführen. Dies wird damit begründet,
daß mit dem ursprünglich angestrebten 90 Minuten-Takt
einerseits keine optimale Busanbindung in Glashütte und Altenberg
erreicht werden kann (Buslinien des Weißeritzkreises sind
auf den Busknoten Dippoldiswalde ausgerichtet) und andererseits
die Fernverkehrsanbindung in Dresden nicht gewährleistet werden
kann. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis der massiven Proteste
seitens der Bevölkerung und einer Analyse den aktuellen Fahrplan
betreffend, den der Vorsitzende des Fördervereins der Müglitztalbahn
e.V., Jörg Köhler, im Sommer diesen Jahres angefertigt
hat.
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| Bauarbeiten
im Müglitz- und Weißeritztal |
14.10.98 |
Im Osterzgebirge fahren zur Zeit keine Züge mehr. Beide Strecken
sind im Bau und die Bahn transportiert die Fahrgäste mit dem
Bus. Im Müglitztal wird das Gleis zwischen Dohna und Niederschlottwitz
sowie zwischen Glashütte und Lauenstein umgebaut. An mehreren
Stellen werden Schwellen und Schienen sowie Weichen gewechselt.
Das kostet rund 5 Mio DM. Bis 21. November 1998 sollen die Arbeiten
größtenteils beendet sein, damit die Wintersportzüge
rollen können. Nacharbeiten in den Nachtstunden werden noch
bis zum Jahresende andauern. Auf der Weißeritztalbahn (Schmalspurbahn)
werden Gleise in den Bahnhöfen Rabenau und Seifersdorf umgebaut.
Felsen werden bei Rabenau gesichert und eine Brücke saniert.
380 m Gleis werden erneuert. Bis 13. November 1998 soll alles dauern.
Bis 2002 sollen die Schmalspurbahnen im Weißeritztal und von
Radebeul nach Radeburg ("Lößnitzdackel") in voller Länge
und von Grund auf saniert sein.
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| Restarbeiten
an der Müglitztalbahn |
21.08.98 |
Noch bis zum 22. August laufen Restarbeiten am Gleisbett der Müglitztalbahn.
Zwischen Dohna und Glashütte werden u.a. Entwässerungsgräben
gezogen und Schotter verladen. Auf einem 3,3 km langen Streckenabschnitt
wurden von Mai bis Anfang Juli die Gleise erneuert. Insgesamt kosten
die Bauarbeiten 5,5 Mio DM.
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| Eisenbahnmuseum
könnte im Bahnhof Bärenstein entstehen |
12.07.98 |
In den 30er Jahren errichtete die Reichsbahn das Empfangsgebäude
des Bahnhofs Bärenstein an der Müglitztalbahn (Heidenau-Altenberg).
Die Deutsche Bahn AG hat heute dafür keine Verwendung mehr,
da es hier nur noch einen Haltepunkt gibt. Die Immobilienabteilung
der Bahn hat nun die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft mit dem
Verkauf des denkmalgeschützten Gebäudes beauftragt. 265
000 DM als Preis sind im Gespräch. Zum Bahnhof gehört
auch die Gleisanlage. Da die Bahn nur noch ein Hauptgleis benötigt,
sollen die Weichen ausgebaut und alle übrigen Schienen abgebaut
werden. Der Förderverein für die Müglitztalbahn e.V.
unter Vorsitz von Jörg Köhler könnte sich jedoch
eine andere Nutzung vorstellen: 2 alte Güterwaggons sollen
aufgearbeitet und restauriert werden. Auf dem Bahnhofsgelände
könnte ein kleines Freilicht-Eisenbahnmuseum entstehen, wo
diese ausgestellt werden. Zum Gelände gehören noch die
Ladestraße, ein alter Kohlenschuppen und die Wasserstation.
Die Stadt Bärenstein hat grundsätzlich nichts dagegen.
Gespräche über eine Finanzierung sollen folgen. Ein Einbindung
des Empfangsgebäudes für eine Ausstellung wäre auch
denkbar. Dafür müssten jedoch noch Finanziers gefunden
werden, da der Verein das Geld selbst noch nicht aufbringen kann.
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| Züge
von Heidenau nach Altenberg fahren wieder - aber langsamer |
10.07.98 |
Seit einer Woche fahren die Züge auf der Strecke wieder, überraschenderweise
jedoch langsamer als vor den ersten Bauarbeiten. Laut Bahn AG wurde
im ersten Bauabschnitt noch nicht die gesamte Strecke in Ordnung
gebracht. Erneuert wurden zunächst zwei Abschnitte zwischen
Dohna und Niederschlottwitz, sowie zwischen Oberschlottwitz und
Glashütte. Andere Langsamfahrstellen blieben bestehen. Es kamen
sogar noch welche hinzu, deshalb auch die längeren Fahrzeiten.
Da es dabei nicht bleiben soll, sind im Herbst laut Bahn weitere
Bauarbeiten vorgesehen. So auch zwischen Glashütte und Lauenstein.
In Glashütte werden auch Weichen ausgewechselt. Für kommendes
Jahr sind weitere Baumaßnahmen vorgesehen.
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| Gleisbau
im Müglitztal |
12.06.98 |
Vor einem Tunnel zwischen Schlottwitz und Glashütte werden
neue Gleise verlegt. Die Rekonstruktion der Strecke für 5,5
Mio DM hatte am 8. Mai 1998 begonnen, am 3.Juli soll der erste Teil
fertig sein. Die Strecke gehört zu den schönsten Sachsens.
Auf den 38 km überwindet die Strecke einen Höhenunterschied
von 634 m.
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| Jeden
Tag 700 m neues Gleis für die Müglitztalbahn |
28.05.98 |
Mit dem Gleislegekran werden zwischen Schlottwitz und Glashütte
neue Gleise verlegt. Jedes der einzelnen Schienensegmente ist 15
m lang und wiegt rund 9 t. Mit 2 km ist dieser Abschnitt der längste,
auf dem Gleise und Schwellen komplett ausgetauscht werden. Bei guten
Bedingungen kommen die Arbeiter rund 700 m am Tag voran. Auch am
Glashütter Tunnel wird gearbeitet. Ebenso an anderen Abschnitten,
z.B. auf einer Länge von 1,7 km bei Köttewitz oder auf
360 m bei Bärenstein. Bis 2. Juli sollen die Arbeiten auf der
35 km langen Strecke abgeschlossen sein. Die Kosten der Sanierung
werden mit 5,5 Mio. DM beziffert.
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| Müglitztalbahn
Heidenau-Altenberg wird saniert |
06.05.98 |
Seit 8. Mai wird die Strecke der Müglitztalbahn saniert. Bis
zum 2. Juli ist die gesamte Strecke deswegen voll gesperrt und es
fährt Schienenersatzverkehr. Die komplexe Sanierung wird sich
über das Jahr 1999 erstrecken. 30 bis 40 Millionen Mark werden
in den nächsten 10 Jahren investiert.
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| Bahnstrecke
Heidenau-Altenberg bleibt erhalten |
12.03.98 |
Die Strecke durch das Müglitztal im Osterzgebirge soll nach
Angaben der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbundes Oberelbe langfristig
erhalten bleiben. Wie Sprecher beider Einrichtungen bestätigten,
ist an eine Stillegung der vor allem für den Tourismus bedeutenden
Strecke nicht gedacht. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte
berichtet, die Strecke sei akut von der Stillegung bedroht. Für
Anfang nächster Woche werde die langfristige Bestellung der
Strecke durch die Landesregierung erwartet.
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| Förderverein
für Müglitztalbahn (Heidenau-Altenberg) gegründet
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29.01.98 |
Im Haltepunkt Weesenstein wurde durch 11 Gründungsmitglieder
der Förderverein Müglitztalbahn aus der Taufe gehoben.
Vorsitzender wurde der Glashütter Jörg Köhler. Der
27jährige hatte die Gründung des Vereins angeschoben und
vorbereitet. Adresse: PF 33, 01766 Glashütte. |
(Quelle:
Sächsische Zeitung)
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| 8000
Unterschriften für Erhalt der Müglitztalbahn |
30.11.97 |
Jörg Köhler aus Glashütte überreichte sie dem
Verkehrsverbund Oberelbe. Der Verkehrsverbunds-Chef Ringat zeigte
sich sehr überrascht. Das Ergebnis eines Gespräches klingt
hoffnungsvoll. Im Nahverkehrsplan, den der Kreistag des Weißeritzkreises
bereits beschlossen hat, sind die beiden Bahnlinien (Heidenau-Altenberg
und Freital-Hainsberg) enthalten. Auch der Verkehrsverbund hat diesen
Plan für sich bestätigt. Am 8. Dezember ist eine Demonstration
in Altenberg für den Erhalt geplant. Die Unterschriftensammler
wollen demnächst eine Ausstellung zum Thema aufbauen und auch
einen "Förderverein für den Erhalt der Müglitztalbahn"
gründen. (Ansprechpartner unter Tel. 0177/2 83 08 22)
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| Förderverein
für Müglitztalbahn in Vorbereitung |
22.10.97 |
Über die Einstellung der Bahn wird schon seit Monaten heftig
diskutiert. Eisenbahnfreunde aus der Region, entlang der Strecke
von Heidenau nach Altenberg, haben sich nun zusammengetan und wollen
einen Förderverein gründen. Ziele sind erstens der Erhalt
der Bahnstrecke als Ganzes, zweitens die Entwicklung eines attraktiven
Nahverkehrsangebotes und drittens das Weiterbestehen der typischen
Eisenbahnarchitektur. Derzeit laufen die Vorbereitungen für
die Vereinsgründung. Bis Mitte Dezember soll die Satzung stehen.
Man ist sich sicher, daß der Bahnverkehr im Müglitztal
wirtschaftlich laufen kann, wenn ersten der Fahrplan bedarfsgerecht
ist und zweitens die richtigen Fahrzeuge eingesetzt werden.
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| Ab
Juni 1998 soll Zweckverband Oberelbe Träger der Strecke Heidenau-Altenberg
werden |
18.09.97 |
Bis Ende Mai 1998 sind Züge im Müglitztal bestellt. Sollte
die Bahn die Strecke aus Sicherheitsgründen nicht mehr befahren
können, gibt es Schienenersatzverkehr. Das erklärte die
Landesverkehrsgesellschaft. Sie erwägt eine Verlängerung
der Bestellung bis 2002. Danach soll der Zweckverbund Oberelbe der
Träger werden. Es laufen bereits Verhandlungen, eine frühere
Übernahme zu erreichen. Der Zweckverband will aber dafür
eine finanzielle Absicherung durch das Wirtschaftsministerium.
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| Sächsisches
Kabinett berät über Bahnstrecken - auch im Müglitztal |
17.09.97 |
Im Oktober wird das sächsische Kabinett über die Bahnstrecken
beraten. Dabei soll auch eine Entscheidung über die Müglitztalbahn
fallen, teilte Sachsens Wirtschaftsminister Schommer mit. Wenn des
Land Position bezogen hat, wissen auch der Weißeritzkreis
und der Verkehrsverbund Oberelbe woran sie sind und können
langfristig Zugfahrten bestellen oder nicht. Am Schluß der
Entscheidungskette steht die Bahn, die gerne auf der Müglitztalstrecke
notwendige Reparaturen in Auftrag geben würde. Dazu muß
sie aber wissen, ob dort auch in Zukunft noch Züge fahren sollen.
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| Einstellung
des Verkehrs aus Sicherheitsgründen |
13.09.97 |
Die Bahn erwägt, aus Sicherheitsgründen keine Züge
mehr auf der Strecke fahren zu lassen. Statt dessen wird es dann
nur noch Schienenersatzverkehr mit Bussen geben. Die Gleise sind
laut Bahnsprecher so marode, dass ein regulärer Verkehr kaum
mehr stattfinden kann. Es sind dringend Investitionen nötig.
Die Bahn AG erbringt auf dieser Strecke die Leistungen, die die
Landesverkehrsgesellschaft Sachsen bei ihr anfordert. Die Bahn verlangt
nun die Garantie, das 10 Jahre und mehr dort Fahrten bestellt werden.
Andernfalls würde sich eine Investition in Millionenhöhe
nicht lohnen. Bestellt ist momentan nur bis 1998. Bautechnologisch
hat die Bahn die Beseitigung aller 18 Langsamfahrstellen der Strecke
vorbereitet. Sie weiss jedoch nicht, ob sich der Aufwand lohnt.
Der Freistaat Sachsen, der laut Gesetz für den öffentlichen
Personennahverkehr nur bis 2002 Träger dieser Bahnstrecke ist,
kann eine solche Garantie nicht abgeben. Denn ab 2002 soll die Strecke
dem Weißeritzkreis zufallen. Man bemüht sich nun die
übergabe der Strecke schon jetzt zu vollziehen. Vom Landrat
wurde dies zum jetzigen Zeitpunkt aber abgelehnt. "Es muß
vorher klar sein, inwieweit der Freistaat Sachsen finanzielle Unterstützung
zusichert." |
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