| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Heidenau-Altenberg | Streckenübersicht | ||||||
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Seit dem Hochwasser im August 2002, welches die Strecke zu großen
Teilen zerstörte, ist kein Eisenbahnbetrieb mehr möglich. Mit
einem symbolischen Baggeraushub am 11.12.2002 in Schlottwitz begann der
Wiederaufbau der Müglitztalbahn. Ein erster Teilabschnitt von Heidenau
bis Glashütte geht am 29. Juni 2003 unter provisorischen Bedingungen
in Betrieb. Die Entwicklung und wechselvolle Geschichte der Strecke ist hier zu finden. Die imposante Bahnstrecke der Müglitztalbahn wurde bisher schon dreimal in Betrieb genommen. Die 38 km lange regelspurige Nebenbahn durchs Müglitztal bezwingt bei fast ständiger Steigung einen Höhenunterschied von über 630 m. Es werden 8 Bahnhöfe und 7 Haltepunkte berührt und 5 Tunnel durchfahren. Im Müglitztal war und ist die Holzstoff- und Papierindustrie zu Hause. Glashütte ist bekannt durch die Uhrenherstellung und am Endpunkt der Bahn gräbt man seit 1440 nach Zinnerz. Besonders in Altenberg und Geising ist der Wintersport verbreitet. Die Erzvorkommen am Kamm des Osterzgebirges, das Wasser der Müglitz, das Holz der Wälder und der Straßenanschluß zur Chaussee Dresden-Pirna förderten die Industrieanlagen im Tal. Die Sächsische Regierung wurde immer wieder bedrängt, eine Eisenbahn zu bauen, da die Straße im Müglitztal nicht mehr ausreichte. Nachdem man sich auf den Bahnhof Mügeln (heute Heidenau) als Anfangspunkt der Strecke einigte (auch Pirna war im Gespräch), begann der Bau einer Schmalspurbahn am 16. Januar 1890 in Geising. Umfangreiche Bauarbeiten mußten im Bahnhofsbereich Mügeln zur Einbindung der Linie vorgenommen werden. Am 1. April 1920 ersetzte Heidenau den Bahnhofsnamen Mügeln.
Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten durch die Deutsche Bahn AG, ist die Strecke seit 8. Oktober 1999 wieder in Betrieb. Bedingung dafür war, daß der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe eine Bestellgarantie von 20 Jahren abgab. Durch den Umbau verschwanden viele Langsamfahrstellen und bis auf Glashütte wurden alle Nebengleise (Ausweichstellen) von der Hauptstrecke getrennt und Weichen ausgebaut. Für die gesamte Strecke von Heidenau nach Altenberg benötigt der Zug jetzt 67 Minuten und in Gegenrichtung nur noch 52 Minuten. Bild links: Zug aus Altenberg fährt in den Bahnhof Heidenau ein. Am 1. August 2001 startete auf der Müglitztalbahn ein Pilotprojekt. Erstmals in Sachsen kommen die hochmodernen Regiosprinter II (BR 642) von SIEMENS zum Einsatz. Der Leichttriebwagen bietet den Fahrgästen einen hohen Komfort. Er ist voll klimatisiert, hat behindertengerechte Toiletten und niedrige Einstiege, die mit neugebauten Bahnsteigen auf einer Ebene liegen. Der Vorgänger, der Regiosprinter I, rollte seit 1996 auf der Vogtlandbahn zwischen Zwickau, Plauen und Bad Brambach.
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| von Sascha Fritzsche |