| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Dürrröhrsdorf-Weißig/Bühlau (stillgelegt) | Die Strecke und ihre Entwicklung | |||||
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Ein Eisenbahnkomitee übernahm 1880 die Initiative für den Bau dieser Strecke. Unterstützung kam aus den Gemeinden Stolpen und Neustadt/Sachsen. Das Projekt sah zunächst eine Eisenbahnverbindung vom Schlesischen Bahnhof in Dresden (Neustadt) über den Weißen Hirsch bis nach Dürrröhrsdorf vor. 1893 sollte eine 1-m-Schmalspurbahn von Bühlau (bei Dresden) dorthin führen. Sämtliche Anträge blieben aber ungenehmigt, da es einen Plan für eine elektrische Straßenbahnlinie vom Schloßplatz der Dresdner Altstadt nach Loschwitz auftauchte. 1899 wurde die Straßenbahnverbindung vom Postplatz(Gaststätte Waldschlößchen) bis nach Bühlau über den Weißen Hirsch gebaut. Sie war nur für den Personenverkehr vorgesehen. Eine direkte Eisenbahnverbindung von Dresden über Bühlau nach Dürrröhrsdorf in Regelspur war wegen Terrainschwierigkeiten nicht möglich. So genehmigte man am 9. Mai 1900 nur den Abschnitt Bühlau-Dürrröhrsdorf. Beschlossen wurde die Ausführung als Schmalspurbahn mit 1 m Spurbreite. Die Straßenbahn sollte zwischen Weißer Hirsch und Bühlau mit einer dritten Schiene in dieser Breite versehen werden, so daß sogar Güterverkehr zwischen Dresden und Dürrröhrsdorf denkbar wäre. Ab Bühlau sollten dampflokgeführte Züge verkehren. Letztendlich kam man zu der Lösung, die Bahn in Regelspur erst ab Weißig zu bauen. Vorgesehen war ein kombinierter Personen- und Güterverkehr. Für die 1,5 km Verbindungsstrecke zwischen Bühlau und dem Ausgangspunkt Weißig wurde die Dresdner Straßenbahnlinie 11 vom Anschluß Waldschlößchen eingleisig verlängert. Der erste Spaten der Bauarbeiter grub sich am 10.Mai 1906 für die künftige insgesamt 14,7 km lange Strecke bei Eschdorf in die Erde. Statt die Bahn, wie erst geplant, geradlinig zum Ziel zu führen, wurde sie dann doch an viele Ortschaften herangeführt. Der 30. Juni 1908 war der Eröffnungstag und wurde zünftig gefeiert. 250 Ehrengäste und 26 Musiker saßen im Eröffnungszug, der aus 11 Waggons bestand und von 2 Lokomotiven gezogen wurde. Begeisterte Menschen empfingen den Zug an der Endstation in Weißig, wo nach einem Umzug durch den Ort ausgiebig im Gasthof des Dorfes gefeiert wurde. Der fahrplanmäßige Verkehr wurde am 1. Juli 1908 aufgenommen, wobei die Fahrzeit eines Zuges 1 Stunde und 35 Minuten betrug. Für die Bewohner und die Dörfer im Einzugsgebiet der Bahn verbesserten sich die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. Der Güterverkehr sollte hauptsächlich die Strecke nutzen und die Haushalte mit Kohlen versorgen. Leider war der Transport aus Richtung Dresden sehr umständlich. Von dort mußten die Güter den 45 km langen Umweg über Pirna in Kauf nehmen. Die Züge im Personenverkehr sollten nur 2 Wagen der 2. oder 3. und der 4. Klasse haben. Angesetzt waren die Tageseinnahmen aus Personen und Gepäck von 54 DM. Die Hochbauten der Stationen konnten einfach gehalten werden. Stückgut bewahrte man in Wagenkästen auf. In Weißig-Bühlau stand ein Güterschuppen. Die Strecke ist nach 1945 im Zuge der Reparationsleistungen demontiert worden.
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| von Sascha Fritzsche |