| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Dürrröhrsdorf-Neustadt(Sa.) | Sanierung und Erhalt | |||||
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Hoffnung: Ab Mai 1999 wieder
Verbindung nach Neustadt Kreisbehörde setzt Bahn kräftig unter Druck "Wir wollen, daß ab 30. Mai die Züge auf dem Sächsische-Schweiz-Ring wieder durchgängig rollen." Deshalb hätte der Kreis auch immer wieder Druck auf VVO und Bahn gemacht, versichert Bernhard Lehmann, der als Leiter der Stabsstelle auch die Fäden für die Wirtschafts-Entwicklung in der Hand hält. Die Verbindung müßte so attraktiv sein, daß Fahrgäste schnell mit dem Zug von Neustadt oder Sebnitz nach Dresden kommen. Immerhin sollen die S-Bahnen nach dem Streckenausbau in Spitzenzeiten jede viertel Stunde von Pirna gen Landeshauptstadt rollen. Bonn tat sich schwer mit Sanierungs-MittelnEigentlich war geplant, daß die Strecken-Instandsetzung zwischen Dürrröhrsdorf und Neustadt schon 1998 beginnt. Aber die zugesagten Gelder des Bundes waren bislang noch nicht geflossen, kennt Karlheinz Köhler die Ursache. Beim VVO ist er für Verkehrsplanung zuständig. Als SZ bei ihm anklingelte, konnte er jedoch berichten, daß jetzt alles unter Dach und Fach ist. In Kürze soll die Sanierung beginnen. Ziel des VVO ist es nach wie vor, daß mit dem Fahrplanwechsel am 30. Mai die Züge wieder durchgehend zwischen Pirna und Neustadt fahren können. Da sich der Baubeginn verzögert hat, könnte sich der Endtermin aber noch verschieben, räumt Köhler ein. Im nächsten Jahr soll auch die Strecke von Pirna bis Dürrröhrsdorf instandgesetzt werden. Teilweise kann dort derzeit nur mit zehn Stundenkilometern geschlichen werden. Ab Mai 2000 rollen Köhler zufolge die Triebwagen durchgängig mit Tempo 80. Außerdem ist dann der Stundentakt angesagt. Und in dem sollen künftig die neuen Regiosprinter II fahren. Diese werden in Bautzen gebaut und 130 Plätze erster und zweiter Klasse haben. Zur Ausstattung gehören u. a. Klimaanlage und Toiletten. 2001 sollen nach Bahn-Angaben die ersten neuen Sprinter in Betrieb gehen. Attraktiver soll`s auch für die Fahrgäste beim Zusteigen werden. Fürs Copitzer Berufsschulzentrum Technik (BSZ) ist ein Haltepunkt geplant. "1995/96 hatten wir die ersten Anläufe unternommen", erinnert sich Ralph Gruner vom Landratsamt. "Das war aber furchtbar ausgegangen. Die Bahn fühlte sich nicht zuständig. Eigentlich müßte sie sich doch um Fahrgäste bemühen. Das ist schizophren." Daß ein Haltepunkt auf jeden Fall nötig ist, weiß Karl-Heinz Scheibner nur zu gut. Er leitet das BSZ mit seinen 1 800 Schülern. Zwar hat ein großer Teil Autos. Aber weit über 100 Lernende kommen Tag für Tag mit dem Zug. Zumal das Neustädter Berufsschulzentrum 1998 schloß, die Jugendlichen nun auch aus diesem Gebiet nach Pirna müssen. Die Zugpendler sind gezwungen, vom Haltepunkt Copitz einen guten Kilometer bis zur Berufsschule zu laufen. Und das, obwohl die Strecke direkt am BSZ vorbeiführt. Eine Zugang in Richtung Bahnlinie soll demnächst gebaut werden. Bürokratie setzt Hürden für Planer"Wenn der Haltepunkt jetzt nicht kommt, haben wir wenigstens erst einmal eine Pforte", tröstet sich Scheibner. Doch Verkehrsplaner Köhler vom VVO kann ihn beruhigen. Mit der Instandsetzung der Strecke im nächsten Jahr soll auch ein Haltepunkt entstehen. Das sei erklärtes Ziel des Verbandes. "Da müssen wir aber noch ein paar Hürden überwinden. Die Bürokratie in der Bundesrepublik Deutschland ist sehr kompliziert", weiß der Verkehrsfachmann aus Erfahrung. Quelle: Sächsischen Zeitung Dresden, Peter HilbertMehr Informationen zu Nebenstrecken in der Sächsischen Schweiz (Strecke Bad Schandau Sebnitz)
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| von Sascha Fritzsche |