| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Dresden-Pirna-Schöna | Umbau des Hauptbahnhof Dresden 2002-2006 | |||
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Gespräch mit Bahnhofsmanager Heiko Klaffenbach im Amtsblatt der Stadt Dresden vom 28.4.2005: Die Kuppelhalle des Dresdner Hauptbahnhofes soll in diesem Jahr fertig
saniert sein. Wann genau? Wann wird das gesamte Gebäude komplett saniert sein? Im Gebäude ist unweit der Gleise metertief gebaggert worden. Wird
es eine unterirdische Einkaufspassage ähnlich wie im Leipziger Hauptbahnhof
geben? Wie wird der Historismus-Bau dann in das Ensemble von Glas- und Kugelhaus,
Wiener Platz und Prager Straße passen? Der Bahnhof war im Krieg schwer zerstört worden. Wie groß war der
Schaden? Böse Zungen behaupten, zu DDRZeiten sei wenig am Bahnhof gemacht worden.
Bundesweit bekannt geworden sein dürfte der Hauptbahnhof jedoch mit
den Hochwasserbildern vom August 2002. Der Bau kostete damals, Ende des 19. Jahrhunderts, 35 Millionen Mark.
Was wird jetzt für die Sanierung gebraucht - und wer bezahlt es? Etappen des Umbaugeschehens Der erste Schritt beim Umbau bestand darin, unter den Gleisen des Dresdner Hauptbahnhofes den Kanal mit der gesamten Steuerungstechnik vom Signal bis zur Telefonleitung von der Bahnhofsvorderseite ins Innere zu verlegen. Der alte Kanal war den Spuntwänden für eine neue Tiefgarage am Wiener Platz neben dem Bahnhof im Wege. Die Kellerräume des Hauptbahnhofes ähnelten Katakomben von denen einige seit fast 50 Jahren nicht mehr betreten wurden. In der unterirdischen Enge waren 25 Arbeiter am Bau beteiligt. In einigen Räumen war es fürchterlich heiß, da es stellenweise keine Isolierung mehr an den alten Heizungsrohren gibt. Auch die ganze Heizungsanlage wird dabei erneuert. Daneben wurden im Hauptbahnhof die Fundamente verstärkt, so daß sie den Lasten beim Vollzug des Umbaus gewachsen sind. Diese Vorarbeiten verschlingen 2 Millionen DM. Die Gesamtumbaukosten werden 400-500 Millionen DM betragen. Die Deutsche Bahn AG beauftragte den britischen Stararchitekt Sir Norman Foster mit den Vorplanungen für den Umbau. Er befaßt sich mit der Sanierung und der Neugestaltung des bestehenden Empfangsgebäudes sowie der Bahnhofshallen, einschließlich der Flächen unter den Hochgleisen. Auch die frühere Kuppel soll wieder erstehen. Für den ICE-Verkehr wird der Bahnhof in Richtung Osten auf Bahnsteiglänge erweitert. Auch der Ostteil soll bebaut werden. 6 bis 8 Monate beansprucht die Planung. Vorgestellt wurde bisher ein Modell. Mehr Licht und Luft werden in dem 100jährigen Bahnhof erwartet. Mit dem Umbau soll er seine Funktion als Reisezentrum noch verstärken. Zahlreiche attraktive Geschäfte sind geplant. Die Finanzierung erfolgt wie beim Leipziger Bahnhofsumbau größtenteils mit privatem Kapital. Saniert wird auch der Königspavillion an der Südwestseite des Bahnhofs. Die Zukunft des dortigen Programmkinos ist jedoch ungewiß. Die alte Verbindung zwischen Wiener Platz und Bayrischer Straße, der Strohbach-Tunnel, soll ebenfalls wieder geöffnet werden. Sanierungsbeginn in der Nordhalle des Dresdner Hauptbahnhofs war im Februar 2002. Seit 3. Februar fuhren alle Nah- und Fernverkehrszüge nur noch von den Gleisen 1 bis 14. Das marode Hochgleis-Tragwerk musste komplett erneuert werden. 128 einzelne Brücken werden durch eine Rahmenkonstruktion – bestehend aus drei Brücken – ersetzt. Die Wiedereröffnung erfolgte am 12. November 2003. Erneuerung des Bahnhofsdaches seit 2003 Die ersten Bahnen einer textilen Membran werden im Mai 2003 über das Dach des Dresdner Hauptbahnhofs gespannt. Auf 25.000 Quadratmetern werden sie wellenförmig die drei Hallen überspannen. Das entspricht zweieinhalb Fußballfeldern. Die Glasfaser-Teflon-Membran ersetzt komplett die alte Dachhaut, die zuletzt stark reparaturbedürftig war. Das Material aus Polytetrafluorethylen (PTFE) beschichtetem Glasfasergewebe hat viele Eigenschaften: Es lässt einen großen Teil des Lichtes passieren und sorgt somit für eine lichte Atmosphäre, es ist nicht brennbar und selbstreinigend. Durch die glatte Oberfläche wird die Membrane bei jedem Regenguss sauber gespült. In die Dacherneuerung fließen rund 77 Millionen Euro. Die Finanzierung
erfolgt aus Mitteln des Bundes und aus Eigenmitteln der Deutschen Bahn.
6,6 Millionen Euro steuert der Freistaat Sachsen bei. Der Entwurf für
das Dach stammt von dem britischen Architekten Lord Foster of Thames Bank,
der auch für die Kuppel des Berliner Reichstages verantwortlich zeichnet.
Die Deutsche Bahn strebt die Sanierung und Modernisierung der Nord-, Süd-
und Empfangshalle sowie des Dachs bis zum 800. Stadtjubiläum 2006 an. Infos zum neuen Dach gibt es auf diesen externen Websites:
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| von Sascha Fritzsche |