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Die Eisenbahnstrecke
vom Dresdner Hauptbahnhof bis nach Schöna
in der Sächsischen Schweiz ist Teil des S-Bahn-Netzes Dresdens und des
Fernbahnnetzes Deutschlands bzw. Europas.
So werden fast sämtliche Gütertransporte nach Südosteuropa, sowie mehrere
IC- und EC-Personenzüge über diese Trasse geführt. Von der Dresdner S-Bahn
verkehrt auf diesem Streckenabschnitt die Linie S1 (Meißen Triebischtal
- Dresden Hbf - Schöna) sowie die seit 2003 neue Linie S2 vom Flughafen
bis Heidenau bzw. Pirna. Die S1 ist dabei die Paradestrecke des Dresdner
S-Bahn-Netzes.
Sie fährt von Meißen aus auf einer Länge von 78 km durch das Elbtal.
Eine Fahrt mit ihr gerät zu einer einzigartigen Sightseeing-Tour. Man
kreuzt am Fuße der Meißner Albrechtsburg zum ersten mal die Elbe, fährt
in Radebeul an den Weinbergen vorbei, kommt mitten durch Dresdens City,
die ganze barocke Stadtsilhouette bei der zweiten Elbüberquerung im Blickfeld.
Durch Heidenau und Pirna geht es elbaufwärts
und immer nahe dem Strom entlang durch das malerische Elbsandsteingebirge,
nahe am Basteifelsen und an der Festung Königstein vorbei. In Schöna,
dem letzten Bahnhof vor der Landesgrenze nach Tschechien, endet die S-Bahn-Strecke.
Sie hat 29 Haltestellen und wird jeweils im 30-Minuten-Takt von der S1
und S2 befahren (4x pro Stunde). Die S-Bahn benutzt die elektrifizierten
Hauptstrecken. Zuglokomotiven sind Maschinen der Baureihe
143, die in Richtung Schöna ziehen und nach Meißen schieben, da in
Schöna keine Wendemöglichkeit besteht.
Gefahren wird heute mit roten Doppelstockwagen aus Görlitz mit 1.Klasse-Abteil.
Die Görlitzer Waggons haben lange Tradition auf der Strecke. Zu DDR-Zeiten
waren diese dunkelgrün und in den Neunzigern
grün-weiß. Ausgestattet sind die modernen Fahrzeuge mit großräumigen Fahrradstellplätzen
gleich neben den Einstiegen und einer behindertengerechten Toilette im
Steuerwagen.
Gleichzeitig zum S-Bahn-Verkehr ist Hochbetrieb auf der Strecke angesagt
durch Güter- und Fernzüge. Täglich fahren hier mehrere EuroCity und D-Züge
Richtung Wien, Budapest oder Prag sowie umgekehrt nach Berlin, Hamburg
und Paris. Einzige Haltepunkte in diesem Abschnitt sind dabei Bad Schandau
und Dresden Hauptbahnhof. Von 1994 bis 2004 verkehrte zusätzlich
die Rollende Landstraße mit 5 Fahrten pro
Richtung jeden Tag von Montag bis Freitag auf der Strecke. Im Fernverkehr
sind die Waggons bespannt mit der Baureihe 180 aus Deutschland oder der
372 und 371 aus Tschechien (Zwillingsversion der 180er). Beide fahren
im Grenzbereich sowohl hier als auch im Nachbarland.
Von 1996 bis 2004 wurde die Strecke Dresden-Pirna
umfangreich modernisiert und ausgebaut. Wie vor dem Krieg gibt es
wieder 4 Gleise. 2 Gleise für die Fernzüge (max. 160 km/h) und 2 S-Bahn-Gleise
(max.120 km/h). Damit wird der Nah- vom Fernverkehr getrennt und die stark
frequentierte Verbindung insgesamt entlastet. Neben dem Neubau der beiden
Ferngleise wurden sämtliche Stationen an der Strecke modernisiert und
teilweise umgebaut. So haben viele Haltepunkte an der Strecke ihr "Gesicht"
verändert.
Im August 2002 war die Strecke stark vom Hochwasser der Elbe sowie deren
Nebenflüssen betroffen. Der Oberbau wurde im Elbtal stark aufgeweicht,
sodass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig waren. Während und
nach dem Hochwasser war die Strecke tagelang gesperrt bzw. nur einseitig
und mit verminderter Geschwindigkeit befahrbar. Völlig unerwartet
kam es auf Grund der großen Wassermassen zu einer vollständigen
Überflutung des Dresdner Hauptbahnhofes.
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S-Bahn mit den alten grün-
weißen Waggons in Rathen
vorm Bastei-Felsmassiv

Der große Elbbogen
mit der Eisenbahnlinie Dresden-Schöna in Königstein. Rechts
unten die Festung und in der Mitte der Lilienstein.
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