| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Dresden-Pirna-Schöna | Obervogelgesang | ||||
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Der Haltepunkt Obervogelgesang befindet sich etwa 5 km entfernt vom Bahnhof Pirna elbaufwärts. Die Strecke verläuft ab Pirna exakt entlang der Elbe und folgt ihr in allen Bögen. Obervogelgesang liegt wie alle Haltepunkte tief im sich nun stark verengenden Elbtal an der Mündung des Struppenbaches mit dem Struppener Seitental. Nachdem am 1. August 1848 der erste Streckenabschnitt Dresden-Pirna der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn feierlich eröffnet wurde, begann der Streckenausbau bis nach Königstein. Er gestaltete sich jedoch äußerst schwierig, was in der verhältnismäßig langen Bauzeit von fast zwei Jahren deutlich wird. Ein großes Hindernis waren die jetzt sehr steilen und sehr weit an die Häuser der Gemeinden reichenden Talwände. Die Streckenführung war vor diesen Gebäuden in Elbnähe nicht möglich, so entschied man sich Stützmauern zu bauen die über etwa 2 km Länge die Bahn sehr nahe an der Talwand entlang führt (siehe Abb.).
"Millionenmauer" bezeichnete man diese Bauwerke aufgrund deren hoher Baukosten scherzhaft. Zur besseren Stabilität enthalten sie stellenweise Doppelreihen von Rundbögen. Der Haltepunkt Obervogelgesang wurde durch die Deutsche Bahn AG von Grund auf erneuert. Die Gebäude auf den Bahnsteigen, die teilweise Fachwerkcharakter haben, wurden mit neuem Mauerwerk versehen und aufgemöbelt. Auf dem elbseitigen Bahnsteig ist noch ein alter Brunnen mit Handpumpe zu finden. Er ist heute leider nicht mehr funktionstüchtig, was der schwitzende Wanderer sicherlich sehr bedauern wird.
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