Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz
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Sehr früh war Heidenau durch die Bahnstrecke mit Dresden und Pirna verbunden. Seit 1890 ist Heidenau auch Ausgangsbahnhof für die Müglitztalbahn in Richtung Geising/Altenberg. Zunächst erhielt der damalige Ort Mügeln eine Bahnstation.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem Verkehrsweg ließen - nachdem die Industrialisierung Heidenaus ihren Anfang am Elbstrom genommen hatte - weitere Betriebe nicht lange auf sich warten. 1899 begannen das Druckmaschinenwerk und das Netz-Werk mit ihrer Produktion. Bis 1918 folgten weitere 10 große Fabriken. Die fortschreitende Industrialisierung und die wachsenden Verkehrsbedürfnisse verlangten den Ausbau der Eisenbahnstrecke im Bereich der Siedlungen Heidenau und Mügeln.

Der Standort des ersten kleinen Mügelner Bahnhofs wurde verlegt an die nördliche Gleisflanke und der Ersatz eines schienengleichen Bahnübergangs durch die heutige Brücke wurde nötig. Am 1. April 1920 vereinigten sich die Landgemeinden Mügeln, Gommern, Heidenau und Großsedlitz. Aus dem Bahnhof "Mügeln" wurde die Station "Heidenau". Weitere Stationen entstanden in Heidenau-Süd und Heidenau-Großsedlitz. Der Bahnkörper wurde durch zahlreiche Industriegleisanschlüsse erweitert.

Durch den Umbau der schmalspurigen Müglitztalbahn, für die Mügeln einst Kopfstation war, auf Normalspur in den 30er Jahren, verkürzte sich nicht nur die Reisezeit vom Elbtal ins Osterzgebirge, sondern es wurde auch die direkte Verbindung von Dresden ohne Umsteigen oder Umladen bis Altenberg möglich.

Der S-Bahn-Ausbau Pirna-Dresden veränderte auch den Heidenauer Bahnhof

Weitere Informationen zum Umbau der Heidenauer Bahnhöfe...

Die Brücke am "Platz der Freiheit" in Heidenau erhielt neue Widerlager aus Stahlbeton und neue Fachwerküberbauten, welche eine weitestgehende Beibehaltung der Brückenansicht gewährleistet und somit dem Erhalt des denkmalrechtlich geschützten Platzensembles entspricht.
Im Bahnhof Heidenau wurde an Stelle des alten Bahnsteiges 2 ein neuer 55 cm hoher Inselbahnsteig für die Linie S 1 errichtet. Damit verbunden war der Wiederaufbau des ehemals am Empfangsgebäude liegenden Gleises. Die künftig in Heidenau beginnende/endende Linie S 2 erhielt einen dem neuen Bahnsteig 1/2 in Richtung Dresden nachgeordneten Zungenbahnsteig und zwei Kopfgleise. Die Hälfte des Bahnsteigbereiches überspannt ein Bahnsteigdach nach Entwürfen des Architektenbüros "von Gerkan, Marg+Partner".
Es ist mit seitlichen Glaswänden an der Dachkonstruktion versehen und sorgt somit für einen ausreichenden Wetterschutz. Der Bahnsteigtunnel wurde saniert und zur Güterbahnhofstraße durchgebunden. Damit ist eine bessere Erreichbarkeit des Bahnhofes aus den südwestlichen Stadtgebieten gegeben. Die Treppenanlage wurde gleichfalls erneuert und erhielt eine Einhausung auf dem neuen Bahnsteig. Nach Durchführung aller Baumaßnahmen dient der Bahnsteig 3/4 ausschließlich dem RegionalBahn-Verkehr von und nach Altenberg.

Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000 Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000 Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000
Altes Stellwerk
Neue Unterführung (April 2002)
Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000 Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000 Umbau Bahnhof Heidenau - Mai 2000
Blick nach Dresden
auf den Bauplatz
Bahnhof Heidenau;
vorn entsteht neuer
Fußgängertunnel
Der neue
Fußgängertunnel
wird mit dem
Bahnhofsgebäude
verbunden
Der neue Fußgänger-
tunnel entsteht
(3 Bilder: Mai 2000)

 

 

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

Bahnhof Heidenau

         
    von Sascha Fritzsche