| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Dresden-Riesa-Leipzig | Leipzig Hauptbahnhof | |||||
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Europas größter Kopfbahnhof In der Stadt Leipzig, der Schnittstelle der damals von Sachsen und Preußen betriebenen Eisenbahnstrecken, lagen mehrere Kopfbahnhöfe:
Beide Bahnverwaltungen muteten den Reisenden lange Wegstrecken zu. Diese Verhältnisse waren für den Eisenbahnverkehr schon bald nicht mehr zeitgemäß. Auch der stark ansteigende Güterverkehr verlangte weitreichende Veränderungen. Im Dezember 1899 war das Aufnahmevermögen der Stationen erreicht. Man einigte sich auf den Bau eines gigantischen Kopfbahnhofes, der von beiden Verwaltungen betrieben wurde. Er konnte Dank der Stumpfgleise sehr weit in das Innenstadtgebiet gelegt werden. 1902 wurde darüber ein Vertrag geschlossen mit der Stadt und der Reichspost. Nach einem Entwurf sächsischer Architekten entstand das Bauwerk und wurde am 4. Dezember 1915 fertiggestellt. 26 Bahnsteige, jeweils 13 für Preußen und Sachsen, lagen unter der Stahlkonstruktion. Ein riesiges Empfangsgebäude mit der Querbahnsteighalle aus Sandstein bildete die Front. Die Gleisanlagen waren so perfekt, daß es zu keinen oder minimalen überschneidungen bei Ein- und Ausfahrten gab. Als Schlußstein diente der Grundstein vom ehemaligen Dresdner Bahnhof. Die Gesamtkosten betrugen 135 Millionen Mark. Der Dualismus des sächsisch-preußischen Gemeinschaftsbahnhofes wurde 1920 mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) beendet. Der Hauptbahnhof kam unter die Verwaltung der Reichsbahndirektion Halle. Ein interessanter Fakt zur Gleisanlage: um kreuzungsfrei aus Richtung Osten in die linke Hälfte des Kopfbahnhofes einfahren zu können, legte man eine unterirdische Tunnelverbindung im Bahnhofsvorfeld an. Die Züge von und nach Dresden benutzen ihn beispielsweise (Bild rechts). Im Dezember 1943 überstand der Bahnhof den ersten Luftangriff britischer Bomber. Die Zertrümmerung besorgten amerikanische Bomber am 7. Juli 1944. In 60 Minuten wurden 6 Jahre Ingenieurkunst und Arbeiterfleiß zerstört. Auch die 265 m lange Decke der Querbahnsteighalle stürzte dabei ein, so daß ein provisorischer Weiterbetrieb erheblich behindert wurde. 1948 begann der Wiederaufbau zum originalen Zustand. Erst 1962 waren diese Bauarbeiten mit der Wiederherstellung der Überdachung des Querbahnsteiges abgeschlossen. Seit 1995 wurden und werden am Bahnhof umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. So wurde der Querbahnsteig und die Etagen darunter zu einer riesigen Marktplatz mit Geschäften. Die historische Substanz sowie die ursprüngliche Erscheinungsform blieben dabei erhalten. Nachdem der Querbahnsteig geöffnet und 3 Etagen per Rolltreppen und Fahrstühlen verbunden wurden erfolgt nun noch die Erneuerung der Längsbahnsteighallen. Seit November 1997 erstrahlt das gigantische Bauwerk in neuem Glanz. |
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| von Sascha Fritzsche |