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Dresden-Königsbrück   S-Bahn Dresden Hbf - Dresden-Klotzsche - Flughafen    

 

       

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Flughafen-S-Bahn

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Bereits 1933 entstand die Verbindungsbahn von Dresden-Klotzsche zum Flughafen mit der Zwischenstation Grenzstraße. Sie wurde beim Bau einer Luftkriegsschule errichtet und diente bis 1956 zum Transport von Material und Arbeitskräften für die Herstellung eines Strahlturbinen-Flugzeuges (152), dessen Bau dann plötzlich abgebrochen wurde. Später erweiterte man die militärischen Einrichtungen, so daß 1966 annähernd 1000 Arbeitskräfte aus der Umgebung herangebracht werden mußten. Züge aus Bad Schandau und Pirna fuhren bis hierher, wofür der Haltepunkt Grenzstraße eingerichtet wurde.

Neue S-Bahn-Verbindung zum Flughafen entsteht

Fortschritte beim Bau und zukünftigen Betrieb der Flughafen-S-Bahn
Flughafen-S-Bahn elektrifizieren / Noch kein Betreiber (Meldung: Sächsische Zeitung 2.12.1999)

Vom Hauptbahnhof Dresden bis zum Flughafen der Stadt wird eine neue moderne S-Bahn-Verbindung eingerichtet. Die Strecke wird über die Bahnhöfe bzw. Haltepunkte Dresden-Mitte, Dresden-Neustadt, Dresden-Klotzsche und Dresden-Grenzstraße verlaufen. Umfangreiche Bauarbeiten und Modernisierungsmaßnahmen sind deswegen notwendig.

Bereits im Sommer 1998 begannen die ersten Bauarbeiten auf dem Flughafengelände. Die unterirdische S-Bahn-Station im Terminal sowie die Zufahrt dorthin nimmt schon Gestalt an. Im April 1999 begann die Deutsche Bahn AG mit dem Ausbau der Strecke zwischen Bahnhof Dresden-Klotzsche und dem Haltepunkt Dresden-Grenzstraße kurz vor dem Flughafen.

Umgestaltet wird der Bahnhof Klotzsche und dessen unmittelbare Umgebung. Eine im II. Weltkrieg teilweise zerstörte Brücke (Nesselgrundbrücke) wird wiederaufgebaut. Neben den beiden jetzigen Gleisen nach Dresden und Görlitz wird dort ein separates Gleis für die Flughafen-S-Bahn gelegt. Gleichzeitig wird eine neue 200 m lange Brücke im Bereich Klotzsche über die Ferngleise gebaut, so daß eine kreuzungsfreie Schnittstelle entsteht.

Die etwa 4,5 km lange eingleisige Strecke zwischen Bahnhof Dresden-Klotzsche und Grenzstraße wird komplett erneuert und erhält ein elektronisches Stellwerk. Zwischen Januar und Mai 2000 schließt die Bahn die 600-m-Lücke von Grenzstraße bis zum unterirdischen Flughafen-Bahnhof. Vorerst ist ein Halt der S-Bahn bei Dresden-Grenzstraße nicht geplant. Die Haltepunkte werden Dresden Hauptbahnhof, -Mitte, -Neustadt, -Klotzsche und Flughafen sein. Eine Elektrifizierung der Strecke ist nicht vorgesehen, so daß der künftige Betrieb mit Diesel-Leichttriebwagen erfolgen wird.

Die europaweite Ausschreibung zum Betrieb der neuen Nahverkehrsstrecke läuft derzeit. Ende 1999 soll feststehen, wer 2001 die Verbindung unterhalten wird. Das Interesse ist groß.

Insgesamt 84,3 Mio DM werden in die neue Strecke investiert. Enthalten sind darin auch Mittel für einen Bauabschnitt in Dresden-Mitte. Dort soll das einmal vorhandene Gleis 1 wieder eingerichtet werden. Der Zeitpunkt liegt aber noch nicht fest, da er von der geplanten Sanierung der Marienbrücke über die Elbe abhängt. Jedoch läuft dieses Projekt unabhängig von der Inbetriebnahme der Flughafen-S-Bahn.


Fortschritte beim Bau und zukünftigen Betrieb der Flughafen-S-Bahn

Am 30. November 1999 fällt voraussichtlich die Entscheidung über den Betreiber der künftigen Flughafen-S-Bahn. Sie soll ab Frühjahr 2001 das Dresdner Stadtzentrum direkt mit dem Airport in Klotzsche verbinden. Die Vorbereitungen laufen bereits seit Juli 1998. Noch hält der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) streng geheim, welche Unternehmen sich um die neue S-Bahn-Strecke beworben haben. Da die Ausschreibung europaweit angelegt war, scheint jedoch sicher, dass es nicht nur deutsche Anwärter gibt. Die Dresdner Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn AG stehen offen zu ihrer Beteiligung am Wettbewerb. Die Bahn teilte sogar schon mit, dass sie - falls sie den Zuschlag bekommt - moderne Dieseltriebwagen vom Typ VT 642 mit 130 Plätzen, Teilklimatisierung und Toilette einsetzen will. Die Verkehrsbetriebe haben gleich sechs verschiedene Fahrzeugtypen in ihr Angebot aufgenommen. Als Partner holten die DVB die Deutsche Eisenbahngesellschaft DEG mit ins Boot. Sie betreibt unter anderem die Bayrische Oberlandbahn, kann also Erfahrungen einbringen. Die Bauarbeiten an der neuen S-Bahn-Strecke sind derweil in vollem Gange. Der Flughafen begann bereits im Juli 1998 mit dem rund 330 Meter langen Tunnel, der die Bahn auf Höhe des Untergeschosses an das neue Terminal heranführen soll. Ein Großteil ist mittlerweile fertig. Beim eigentlichen Bahnhof wurde vor mehreren Wochen der Rohbau abgeschlossen, kürzlich setzte man den "Deckel" auf. Für alle übrigen Abschnitte der neuen Linie ist die Deutsche Bahn AG verantwortlich. Sie stieg im Frühjahr in den Ausbau der Flughafen-S-Bahn ein und bringt jetzt die Strecke zwischen Klotzsche und Grenzstraße in Schuss. Neben der Gleissanierung selbst wird der im Krieg zerstörte Teil der Nesselgrundbrücke wieder aufgebaut und im Bereich des Knotenpunktes Klotzsche eine 200 Meter lange neue Brücke über die Ferngleise gespannt. Der Bahnhof Klotzsche erhält, zumindest was die Bahnsteige betrifft ein neues Gesicht. Am Empfangsgebäude sind dagegen keine Verschönerungsarbeiten geplant. Die Deutsche Bahn AG will das ihrer Ansicht nach überdimensionierte Gebäude verkaufen. Alle Arbeiten laufen bisher planmäßig - Ende nächsten Jahres wird die Strecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen für die S-Bahn fit sein. Es folgt ein dreimonatiger Probelauf. Pünktlich zu Beginn des Sommerflugplanes 2001, parallel zur Einweihung des neuen Terminals, geht die Linie in Betrieb.


Flughafen-S-Bahn elektrifizieren / Noch kein Betreiber (Sächsische Zeitung 2.12.1999)

Entgegen allen offiziellen Ankündigungen entschied sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) diese Woche nicht für einen Betreiber der neuen S-Bahn-Strecke zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und dem Flughafen in Klotzsche. Die europaweite Ausschreibung, an der sich auch die Deutsche Bahn und die Dresdner Verkehrsbetriebe beteiligt hatten, ist damit hinfällig. Laut VVO-Chef Knut Ringat hat sich der Aufwand für den Verbund trotzdem gelohnt: "Wir haben das Verfahren getestet und die Marktlage kennengelernt. Damit sind wlr auf den künftigen Wettbewerb vorbereitet." Das Ausschreiben neuer Strecken sei zwar mittlerweile üblich, derzeit aber nicht zwingend vorgeschrieben. Grund für die ausgesetzte Entscheidung sind geänderte Planungen im gesamten Eisenbahnverkehr. Ursprünglich war nämlich vorgesehen, den Engpass Bahnhof-Mitte für die Flughafen-S-Bahn provisorisch fit zu machen. Da sich inzwischen aber herausgestellt hat, dass die Marienbrücke kurzfristig saniert und der Fernverkehr ohnehin umgeleitet werden muss, erübrigen sich die Arbeiten in Dresden-Mitte vorerst. Das dafür vorgesehene Geld kann in die Elektrifizierung der Flughafen-S-Bahn fließen. Insgesamt stellt das Land zehn Millionen Mark zur Verfügung. "Wenn die Strecke zwischen Innenstadt und Flughafen elektrifiziert ist, können die S-Bahnen von Pirna bis nach Klotzsche durchfahren", so Ringat weiter. "Damit entsteht eine neue attraktive Verbindung. Sie soll im Viertelstundentakt bedient werden." Schon jetzt sei erkennbar, dass immer mehr Leute aus dem dichtbesiedelten Dresdner Südosten in den Norden der Stadt zur Arbeit müssen. Gegenüber dem bisher favorisierten Betrieb mit Dieselloks rechnet der VVO beim Wechsel zur Elektrovariante mit rund 50 Prozent mehr Fahrgästen, weil dann kein Umsteigen auf dem Hauptbahnhof mehr nötig ist.

Die Elektrifizierung der S-Bahn nach Klotzsche soll 2002 beginnen und 2003 abgeschlossen sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Fahrgäste so lange auf eine Flughafen-Anbindung warten müssen. Schienen-und Haltepunkte werden wie bisher geplant um den Jahreswechsel 2000/2001 fertig und sind nach einer Testphase mit Beginn des Sommerflugplanes 2001 betriebsbereit. In der Übergangszeit fährt voraussichtlich die Deutsche Bahn die Strecke mit Dieseltriebwagen. VVO-Chef Ringat wird Verhandlungen für einen befristeten Vertrag führen. Ob und wann die elektrifizierte Flughafen-S-Bahn ausgeschrieben wird, ist noch offen.


Technische Daten


Streckenlänge
Flughafen Dresden - Dresden-Hauptbahnhof: ca. 17,5 km
Stationen:
  • Bahnhof Flughafen Dresden
  • Dresden-Grenzstraße
  • Dresden-Klotzsche
  • Dresden-Industriegelände
  • Dresden-Neustadt
  • Dresden-Mitte
  • Dresden-Hauptbahnhof
Bauherr
Flughafen Dresden GmbH
Taktzeit der Züge
20 min
Fahrzeit der Züge
22 min
5 Projektabschnitte
  1. Bahnhof Dresden-Klotzsche
  2. Bahnhof Dresden-Klotzsche bis Haltepunkt Grenzstraße
  3. Haltepunkt Dresden-Grenzstraße bis Tunnelmund
  4. gedeckelte Tieflage im Bahnhof Dresden Flughafen
  5. Gleis 1 im Bahnhof Dresden-Mitte

 

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Das neue S-Bahn-Gleis führt hinten über die Brücke zum Flughafen

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Blick von der neuen Brücke auf den Bahnhof Dresden-Klotzsche

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Blick in Fahrtrichtung Dresden-Klotzsche, rechts unten schwenkt das Gleis ebenerdig in die Hauptstrecke ein

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Blick von der neuen Brücke auf den Bahnhof Dresden-Klotzsche, rechts unten wird das Gleis vom
Flughafen ebenerdig anschließen

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
Blick nach Norden, rechts hinten verläßt die Strecke nach Görlitz/Königsbrück den Bahnhof, die Brücke schwenkt nach links in Richtung Flughafen

Neue Flughafen S-Bahn Dresden-Klotzsche
An dieser Stelle werden 2 Gleise
parallel verlaufen: links von Dresden-Klotzsche, rechts vom Flughafen, hinten folgt die
Brückenauffahrt, Blick: Richtung
Dresden-Klotzsche

         
    von Sascha Fritzsche