Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz
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In der Friedrichstadt entstand eine neue Brücke über die Gleisanlagen. Vom 11. August 2003 bis 12. Dezember 2004 hielten deshalb keine Züge des Personennahverkehrs hier.

Die vom Hochwasser im August 2002 stark beschädigte Brücke über die Bahnanlagen in Dresden-Friedrichstadt wurde abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Beginnend ab 11. August bis Anfang November 2003 schafften die beauftragten Firmen Baufreiheit für den Ersatzneubau.

Die Brücke war vom Baubeginn an für jeglichen Verkehr gesperrt. Auch die Zugänge zu den Bahnsteigen des Bahnhofs Dresden-Friedrichstadt sind nicht nutzbar gewesen. Vom 11. August 2003 bis 12. Dezember 2004 hielten hier keine Züge des Personennahverkehrs. Fußgänger und Radfahrer führte der Umweg über die Behringstraße oder den Flügelweg.

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt im Überblick
Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt im Überblick.
Im Bild die ehemalige Brücke Waltherstraße, die quer über die
Gleisanlagen verlief.
(Bildgröße: 1000x339 Pixel)

Der Bau der neuen Brücke und der Ausbau der Waltherstraße, zunächst im Norden bis zur Berliner Straße und im Süden bis zum Knoten Cottaer Straße/ Fröbelstraße, begann im November 2003 und dauerte bis Dezember 2004. Im so genannten Taktschiebeverfahren wurden über elf Felder ein 300 Meter langer Durchlaufträger eingebaut. Die Stahlbetonfahrbahnplatte besteht aus drei stählernen Hohlkästen.


Informationen zum Neubau der Waltherstraßenbrücke
über die Gleisanlage. Rechts: Abbruch der Brücke


Die Brücke ist zwischen den Außengeländern 21,70 Meter breit - 13,50 Meter die Fahrbahn, jeweils 4,10 Meter die Geh- und Radwege zu beiden Seiten. Zum Bahnsteig der S-Bahn gelangen die Fahrgäste jetzt über zwei Treppen und einen behindertengerechten Aufzug. Für das Eisenbahnpersonal sind vier Treppen zu den Gleisanlagen gebaut worden.

Eine 220 Meter lange Lärmschutzwand schirmt die verbleibenden Gärten zwischen der Walther- und der Fröbelstraße ab. Ausführende Baufirmen sind die Sächsische Bau GmbH Dresden (Abbruch) und die Alpine Bau Deutschland GmbH, Niederlassung Halle/Leipzig (Neubau). Die Bauoberleitung und -überwachung übernimmt das Büro BUNG, Ingenieure AG, Zweigniederlassung Dresden.

Gesamtbaukosten: ca. 17 Mio. Euro, ca. 4,5 Mio. Euro davon übernimmt die Deutsche Bahn AG. Das Augusthochwasser 2002 hat die Bedeutung des Verkehrszuges Waltherstraße mit der Brücke über die Bahngleise in der Friedrichstadt verdeutlicht. Die Brücke war die einzige Verkehrsverbindung mit dem übrigen linkselbischen Stadtgebiet. Der Verkehrszug Waltherstraße mit der Flügelwegbrücke ist die einzige hochwassersichereTrasse in Nord-Süd-Richtung im Westen der Stadt.

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

Links: Direktionsgebäude
des Bhf Dresden-Friedrichstadt
(Waltherstraße)
Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt
BW Dresden-Friedrichstadt Bahnhof Dresden-Friedrichstadt
Eingang zum BW Dresden-Friedrichstadt
(Hamburger Straße)


 

Neubau der Brücke Waltherstraße
über die Gleisanlagen

Dezember 2004


November 2004


Erneuerung des Haltepunktes

September 2004

Mai 2004

Der Haltepunkt im Nov 1999 vor
dem Umbau der Waltherstraßen-
brücke

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

Bahnhof Dresden-Friedrichstadt

         
    von Sascha Fritzsche