| Die Eisenbahn in Sachsen und der Sächsischen Schweiz | ||||||||||||
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| Bad Schandau-Bautzen | Streckenübersicht | |||||
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Das Projekt sah vor, eine Eisenbahnverbindung zwischen Bautzen und Schandau durch österreichisches Gebiet über Schluckenau zu führen. 1870 beschloß der Sächsische Landtag, einer sich gegebenenfalls bildenden Gesellschaft die Konzession zu erteilen. Dieser Gesellschaft wurden 450 000 Mark als Beihilfe zum Bau der Elbbrücke bei Schandau in Aussicht gestellt. Durch verschiedene Zwistigkeiten mit Österreich und der Böhmischen Nordbahngesellschaft mußte nun eine andere Streckenführung gefunden werden, die von einer österreichischen Genehmigung unabhängig war. Die Sächsische Regierung ließ untersuchen, ob die bisher fast für unmöglich gehaltene Strecke Sebnitz-Neustadt nicht doch ausführbar und damit der Verlauf vollständig über sächsisches Gebiet möglich sei. Nach positivem Resultat erteilte der Landtag 1872/73 die Genehmigung. Zu schon vorhandenen Teiltrassen kamen die Streckenabschnitte Schandau-Sebnitz-Neustadt und Wilthen-Bautzen hinzu. Die Abschnitte Neustadt-Niederneukirch und Niederneukirch-Wilthen wurden zweigleisig ausgeführt. Der erstere nach kurzer Zeit wieder auf ein Gleis zurückgebaut. Der Bau begann im Juli 1874. Der Streckenabschnitt Schandau-Neustadt mit sieben Tunneln und zahlreichen anderen Kunstbauten wurde am 1. Juli 1877 zusammen mit der Strecke Neustadt-Dürrröhrsdorf, der von Neustadt nach Bautzen am 1. September 1877 eröffnet. Kurz vor dem Eintreffen des ersten Zuges in Sebnitz hielt der Bürgermeister Blume eine Rede zu den Vorteilen, die die neue Verkehrsverbindung für die Stadt und das umliegende Gebiet bringt. Bedeutung erlangte die Strecke für den Kohleverkehr, weniger für den Personenverkehr.
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| von Sascha Fritzsche |