| Die Eisenbahn auf dem Darß | ||||||||||||
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| Barth-Prerow (Darßbahn) | Der Wunsch nach einer Eisenbahn | ||||
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![]() Um die Jahrhundertwende noch zählte Fischland-Darss-Zingst zu den entlegensten Gebieten Deutschlands. Von Ribnitz aus führte nur ein schlechter Feldweg. Nach Wustrow gelangte man mit dem Dampfer. Im Winter gab es einen Schlittenweg über das Boddeneis. Von Barth aus erreichte man Zingst und Darss seit 1858 ebenfalls mit dem Dampfer oder auf unbefestigter Landstraße. Mit der Bodstedter oder Bresewitzer Fähre mußte man dabei übersetzen. Im Winter stellten sie jedoch frühzeitig den Verkehr ein aber auch hier führte ein Schlittenweg über das Boddeneis. Auf dem Festland war man da schon ein großes Stück weiter: Die Strecke Berlin-Stettin war seit 1843 in Betrieb, 1863 kam die Strecke Angermünde-Stralsund hinzu. 1888 eröffneten die Abschnitte Stralsund-Ribnitz und Velgast-Barth. Nachdem dann auch das Streckenstück Ribnitz-Rostock ihrer Bestimmung übergeben wurde, forderte die Bevölkerung von Darss/Zingst den Bau einer Bahnstrecke Barth-Prerow. Die Argumente für diesen dringenden Wunsch formulierte der Prerower Schriftsteller Kapitän Johann Segebarth 1900 in seinem Buch "Die Halbinsel Darß-Zingst". Um für die Region einen größeren Aufschwung herbeizuführen, unterbreitete er einige Vorschläge, von denen der wichtigste lautete: "eine (normalspurige) Bahnverbindung von Barth oder Ribnitz über Darß-Zingst". Die Bemühungen um den Bau einer Eisenbahn begannen mit einer Petition und Antrag der Gemeinde Prerow vom 28. April 1900 an den Königlichen Oberpräsidenten zu Stettin durch das Königliche Landratsamt in Franzburg. Die Stellungnahme des Landratsamtes war jedoch ablehnend. Man verwies auf die noch zahlreich verkehrenden Dampfer und die zu erwartenden hohen Kosten, zu denen die Gemeinde Prerow keine Ausführungen in ihrem Antrag gemacht hatte. So begann ein volles Jahrzehnt des Tauziehens um dieses Projekt. |
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| von Sascha Fritzsche |