Mit dem Fahrplanwechsel am 11.12.2005 übernahm VIAS, eine Tochterfirma der Rurtalbahn und der VGF, den Betrieb auf der Odenwaldbahn. Gleichzeitig mit dem Betreiberwechsel wurden am Darmstädter Nordbahnhof neue Weichen in Betrieb genommen, die es gestatten, unter Umgehung des Darmstädter Hauptbahnhofs direkt Frankfurt anzusteuern, eine gute Neuerung für Pendler aus dem Odenwald!
22 zweiteilige Triebzüge vom Typ Itino wurden für das Projekt ausgeliefert, die im Eigentum des Rhein-Main-Verkehrsverbund-Pools stehen. Daß die aber nicht reichen, hätte den Verantwortlichen schon vorher klar sein müssen, denn die Kapazitäten langen nicht mal für das bisherige Aufkommen, geschweige denn für neue Pendler, die sich durch das neue, an sich gute Konzept auf die Schiene haben locken lassen - in den 'Sardinos' bekommt das Wort 'Stoßzeiten' nun eine neue, unerfreuliche Bedeutung. Zwischdurch behalf man sich mit Fahrplan-Anpassungen und dem Aussperren von Fahrrädern zur Stoßzeit, nun sind aber die vier nachbestellten Itinos endlich im Bestand und die Züge bieten nun mehr Platz.
Wie auch immer, am 30.12.2005 erschien bei bestem Winterfoto-Wetter VT107 aus dem Odenwald im Darmstädter Ostbahnhof, um nach kurzem Aufenthalt nach Frankfurt weiterzuspurten ...
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Auf der künftig 'Rheingaulinie' genannten Verbindung zwischen Frankfurt Hbf und Neuwied (SE10, rechte Flußseite) wird VIAS ab dem 12.12.2010 den Regionalverkehr bestreiten. In Hessen gilt in diesen Stadtexpresszügen der RMV-Tarif. Fahrkarten können nur an RMV-Automaten erworben werden. Zwischen Kaub und Neuwied gelten VRM-Tarife (Verkehrsverbund Rhein-Mosel). Bei verbundübergreifenden Fahrten kommt der der dem der DB entsprechende VIAS-Haustarif zur Anwendung. Nur auf dem Streckenabschnitt in Rheinland-Pfalz kann der Fahrschein unter bestimmten Voraussetzungen auch beim Zugbegleiter nach Antritt der Fahrt erworben werden. Gute Geographiekenntnisse der Fahrgäste werden also vorausgesetzt, sonst ist Ärger vorprogrammiert! Vielleicht gibt es in den Zügen aber einen optischen und akustischen Hinweis: 'Achtung, Sie verlassen jetzt den Bereich des fahrgastfreundlichen VRM!' ...
Am 11.11.2010, gut einen Monat vor Fahrplanwechsel, steht der fünf dreiteiligen Stadler-Triebwagen mit der Nummer 301 in Bad Vilbel zu Testfahrten bzw. zur Personalschulung bereit, damit zur Betriebsaufnehme alles reibungslos klappen wird.
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Künftig sind auf der genannten Strecke 14 vier- und fünf dreiteilige Triebwageneinheiten unterwegs. Sie bieten in der kürzeren Variante 170 und in der vierteiligen Ausführung 232 Sitzplätze. Bleibt zu hoffen, daß durch eine kluge Kombination der Fahrzeuge Unter- und Überkapazitäten vermieden werden können.
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Für 2011 ist die Einbindung der Strecke nach Pfungstadt beschlossen, spätestens dann muß der Fuhrpark aufgestockt werden - das wird mit einer Nachbestellung von 3-4 Fahrzeugen geschehen, da auch schwedische Kunden bei der Itino-Neuauflage mitmachen.
Am 10.06.1997 wurde auf Deutschlands einst kürzester Kursbuchstrecke 315a von Darmstadt-Eberstadt nach Pfungstadt für das Reisepublikum demonstriert, wie moderner Schienenverkehr aussehen kann, der Talent von der Firma Talbot (jetzt Bombardier), hier auf den verkrauteten Bahnhofsgleisen in Pfungstadt, bietet variable Innengestaltung, Niederflurtechnik und besticht durch sein futuristisches Erscheinungsbild.
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Hier noch ein Blick auf VT123, der sich mit seiner Öko-Beschriftung von seinen Brüdern abhebt. Am 30.04.2011 stand er in Groß-Umstadt Wiebelsbach für die Fahrgäste nach Hanau bereit.
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